"Alles schon weggegammelt": Gartensheriff warnt vor diesem Gewächs im Kleinod

Leipzig - Der Frühling ist da und damit geht es endlich auch wieder für Leipzigs Kleingartensheriff Michael Baumann (62) zurück in die eigene Anlage. Auf seinem jüngsten Streifzug ist ihm dabei gleich ein neues, altes Übel ins Auge gefallen.

Leipzigs Kleingartensheriff Michael Baumann (62) ist zurück im Grünen und hat dort schon ein neues Übel ausgemacht.
Leipzigs Kleingartensheriff Michael Baumann (62) ist zurück im Grünen und hat dort schon ein neues Übel ausgemacht.  © Montage: Screenshot/instagram.com/kleingartensheriff + kojoty/123RF

"Macht bitte dieses elende Efeu langsam raus", fordert der Vorsitzende des Vereins Gartenfreunde Südost in seinem neuesten Instagram-Video. "Weil das sind Sachen, wo mir richtig der Arsch manchmal platzt. Wo ich sage, Leute, das geht einfach nicht."

Grund für den Wutausbruch ist der Anblick einer Hecke, die offenbar durch Efeu überwuchert wurde und dadurch abgestorben ist. "Das war alles mal Hecke hier. Ist alles schon weggegammelt", so der Sheriff. "Und das ist 'ne Vereinsecke. Die sind eigentlich verpflichtet, das zu machen. Und da wird's wohl dieses Jahr wieder Diskussionen geben."

In einer Infobox zum Video heißt es dazu, dass Efeu im Kleingarten oft unerwünscht sei, "weil er stark wuchert und Zäune, Bäume oder Lauben überwachsen kann".

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Zwar ist Efeu laut sächsischem Landesverband der Kleingärtner nicht in hiesigen Gärten verboten. Einem Artikel der "Welt" zufolge hat er sogar gute Seiten. So fänden Tiere bis in den Herbst an ihm Nahrung und alte Bäume würden durch ein Efeu-Kleid vor Sonne und Kälte geschützt.

Baumann schimpft über Gärtner: "Das kann ich einfach nicht nachvollziehen"

Efeu hat hierzulande einen schwierigen Ruf. Die immergrüne Pflanze bietet einiges an Nutzen, kann jedoch auch einige Probleme mit sich bringen.
Efeu hat hierzulande einen schwierigen Ruf. Die immergrüne Pflanze bietet einiges an Nutzen, kann jedoch auch einige Probleme mit sich bringen.  © kojoty/123RF

In dem Ratgeber-Text wird jedoch gemahnt, dass man mit Efeu wissen müsse, worauf man sich einlässt. "Jungen Bäumen sollte ein Wachstumsvorsprung gewährt werden, bevor man ihnen ein Efeu an die Seite pflanzt", heißt es darin. "Auch an Hausfassaden kann er Schäden hinterlassen."

Was Leipzigs Gartensheriff an dem Thema offenbar besonders stört, ist, dass seine Gärtner bereits wüssten, dass sie den Efeu entfernen müssen. "Und jetzt muss ich mich natürlich fragen, machen die das nicht weg - aus hier?", sagt er und deutet dabei auf seinen Kopf. "Oder einfach nur aus Provokation, weil man sich einfach nichts sagen lassen möchte? Das ist ja die heutige Zeit."

Alte Pflanzen, die seit Kriegszeiten existieren und die Baumanns Verein eigentlich erhalten möchte, seien dem Efeu bereits zum Opfer gefallen. "Das, Leute, kann ich einfach nicht nachvollziehen."

Titelfoto: Montage: Screenshot/instagram.com/kleingartensheriff + kojoty/123RF

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