Nachbarschafts-Streit in Sachsen geht weiter: "Das finde ich absolut daneben"
Leipzig - Runde 2 im Nachbarschaftsstreit zweier Gartenpächter in Leipzig. Kleingartensheriff Michael Baumann (63) hat alle Hände voll zu tun und fühlt sich eher wie ein Kindergärtner.
Schon seit geraumer Zeit zanken sich zwei Laubenpieper in der Parzellenanlage "Gartenfreunde Südost e.V." in der Nähe des Völkerschlachtdenkmals. Einer von ihnen hat sogar seine Zauntür auf die gegenüberliegende Seite verlegt, um seinem Nachbarn nicht mehr begegnen zu müssen. Das hat mit Erholung natürlich nichts mehr zu tun.
Und jetzt auch noch das: "Er meinte, wenn er sich in seinem Garten bewegt, dass dann hier Scheinwerfer angehen", so Baumann. Er zeigt auf eine mittig und eine seitlich auf dem Laubendach angebrachte Installation mit Bewegungsmelder sowie eine weitere Lampe am Zaun.
"Es reicht, wenn der nur drüben Rasen mäht - buff, geht schwapp die Lampe an. Das finde ich natürlich absolut daneben", äußert sich der 63-Jährige, der seit 1. Mai offiziell Rentner ist.
Und auch eine Wildkamera sowie eine mittlerweile deinstallierte Kamera sind Streitobjekte. "Kameras dürfen nicht auf Nachbargrundstücke, sondern nur in das [eigene] Grundstück hinein filmen", erklärt der Kleingartensheriff die Regel. "Dieser Herr hat sich belästigt und beobachtet gefühlt."
Michael Baumann wolle nun die beiden Streithähne an einen Tisch holen, um ein Schlichtungsgespräch zu führen. Er kündigt an: "Noch ein Gespräch und dann ist Ebbe!" Das könnte sogar den Ausschluss aus der Gartenanlage bedeuten - für beide.
Titelfoto: Bildmontage: Instagram/kleingartensheriff
