Malte Zierden bricht in Hühnerbetrieb ein und rettet 7 Seelen: "Ich schäme mich ein Mensch zu sein!"

Hamburg - In seiner Arbeit als Tierschützer ist Malte Zierden (32) zusammen mit Mitgliedern der Tierschutzorganisation "ANINOVA" noch vor seiner Kiefer-OP für eine Undercover-Recherche nachts in eine Hühner-Käfighaltung irgendwo in Deutschland eingestiegen, um auf das Leid von über 250.000 Seelen aufmerksam zu machen.

In seiner Arbeit als Tierschützer hat Malte Zierden in einem Betrieb mit Käfighaltung sieben Legehennen gerettet.
In seiner Arbeit als Tierschützer hat Malte Zierden in einem Betrieb mit Käfighaltung sieben Legehennen gerettet.  © Bildmontage: Screenshot/Instagram/maltezierden

In einem siebenminütigen Video werden schreckliche Bilder von verstörten Tieren gezeigt, die noch nie Tageslicht gesehen haben und dicht zusammengepfercht in viel zu kleinen Käfigen sitzen.

"Ich hab in meiner Arbeit als Tierschutzaktivist in Kriegs- und Krisengebieten schon wirklich böse Dinge gesehen. Aber dieser Einsatz mit hat mir meinen Glauben an die Menschheit genommen. Ich schäme mich ein Mensch zu sein", so Malte auf Instagram.

"Die meisten Menschen glauben, dass es diese Art der Käfighaltung in Deutschland gar nicht mehr gibt. Fakt ist aber, dass noch über zwei Millionen Hennen in diesen Käfig-Anlagen gefangen gehalten werden", klärt Lisa von "ANINOVA" auf.

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Während ihres Einsatzes haben die Tierschützer auch sieben Hennen befreit. "Es hat sich ganz komisch angefühlt diese Tiere zu retten: Du hast dieses halb zerfledderte Tier in der Hand, seinen Puls gespürt, seine Gebrechlichkeit und das Erste, was ich dann gemacht habe, war den Tieren einen Namen zu geben", so Malte weiter.

Gleichzeitige habe es sich "unfassbar scheiße" angefühlt, die anderen über 200.000 Seelen zurückzulassen.

Malte Zierden: "So viele Menschen geben einen F*ck auf Hühner!"

Entgegen der von Malte erwarteten Kritik, wurde das Video in weniger als vier Stunden schon über eine Million mal angeschaut und erntete viel Zuspruch.

"Wisst ihr, so viele Menschen geben einen F*ck auf Hühner. Würde dasselbe Leid Hunden oder Katzen angetan werden, dann gäbe es einen Riesen Aufschrei", so der Wahl-Hamburger.

"Der Großteil unserer Gesellschaft hat einfach kaum Empathie für Nutztiere. Deshalb bedeutet es mir gerade so krass viel, dass ihr versteht, durch welche Hölle auch diese Tiere für unseren tagtäglichen Genuss gehen müssen."

Und das egal bei welcher Haltungsform, fügte Tierschützerin Lisa noch hinzu: "Wer den Tieren wirklich helfen will, verzichtet auf tierische Produkte!"

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/maltezierden

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