Was Bürgermeister der AfD angedroht hat, bringt Markus Lanz zum Lachen: "Das ist nicht schlecht!"

Hamburg - Endspurt für Markus Lanz (57): In seiner letzten Sendung vor der Sommerpause sprach der Moderator am Donnerstagabend über den Höhenflug der AfD und Möglichkeiten des Umgangs mit der Partei. Dafür hatte er unter anderem Luca Piwodda (27), den Bürgermeister von Gartz (Oder), zu Gast.

Am Donnerstagabend tauschte sich Markus Lanz (57, l.) mit dem Gartzer Bürgermeister Luca Piwodda (27) aus.  © ZDF/Cornelia Lehmann (2)

Der junge Mann ist Mitbegründer der Freiparlamentarischen Allianz (FPA) und seit zwei Jahren das Oberhaupt der brandenburgischen Landstadt. Dabei muss er im Politikbetrieb auch mit AfD-Leuten zusammenarbeiten.

"Wie machen Sie es, wenn die sagen, wir streichen einfach bestimmte Subventionen oder Hilfen, beispielsweise für Inklusion oder Ähnliches. Was machen Sie dann?", wollte Lanz von dem 27-Jährigen wissen.

Darauf sagte Piwodda, dass er als Mitglied des uckermärkischen Kreistags erlebt habe, wie sich die AfD im Rahmen der Haushaltsdiskussionen für die Kürzung von freiwilligen Leistungen ausgesprochen habe, was bedeutet hätte, dass gewisse Förderungen etwa für Sportvereine wegbrechen. "Dann muss man auch zu diesen Vereinen gehen und denen das erklären, warum das jetzt so kommt und wer das so will."

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Der Moderator hakte nach: "Haben Sie denen [der AfD, Anm. d. Red.] das so angedroht?", fragte er neugierig, woraufhin Piwodda bestätigte: "So habe ich das im Kulturausschuss gesagt." Sofort musste Lanz lachen: "Das ist nicht schlecht!", lobte er anerkennend.

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Bürgermeister Luca Piwodda beklagt massive Vernachlässigung der kommunalen Ebene

Das Stadtoberhaupt hat seinen Erklärungsansatz für das Erstarken der AfD dargestellt.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Luca Piwodda machte während der Sendung deutlich, dass für ihn Pragmatismus vor Ideologie steht. Sein Ziel sei die sachliche Argumentation und das Aufzeigen von Konsequenzen einer bestimmten Entscheidung.

Er sieht das Erstarken der AfD auch damit begründet, dass die kommunale Ebene massiv vernachlässigt werde. "Ich sehe da einen direkten Zusammenhang [...]. Wir können unseren Auftrag nicht ernst nehmen als Kommune, weil wir nicht genug Geld haben."

Die meisten Menschen würden seiner Einschätzung zufolge die Handlungsfähigkeit der Demokratie danach bewerten, ob etwa "endlich mal die Straße gemacht werden kann oder ob ich mal den Politiker vor Ort einfach ansprechen kann", so der gebürtige Schwedter. "Natürlich diskutieren sie auch landes- und bundespolitisch, aber das sind die Themen, die die Menschen wirklich umtreiben. Das merke ich in Bürgersprechstunden und überall."

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Die komplette, rund 75-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

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