Was Kanzler Merz zur Ukraine sagt, lässt Markus Lanz aufhorchen: "Habe kurz die Luft angehalten"
Hamburg - In der Frage nach Sicherheitsgarantien für die Ukraine zeichnen sich erste Details ab. Am Dienstag kam die "Koalition der Willigen" in Paris zusammen. Was Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) danach in einem Statement verkündete, sorgte am Mittwochabend bei Markus Lanz (56) für Gesprächsstoff.
So war während der Sendung eine kurze Videosequenz zu sehen, in der Merz erklärte, dass Deutschland für eine militärische Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine bereitstehe. "Wir schließen dabei grundsätzlich nichts aus", betonte der Regierungschef.
Dazu ordnete die anwesende Journalistin Melanie Amann (47) ein, dass der Politiker mit einer solchen Aussage "die Tür für die Möglichkeit deutscher Soldaten in der Ukraine geöffnet" habe, ohne es explizit auszusprechen.
"Wenn allerdings auch Frankreich und Großbritannien dort konkret Standorte planen, dann kannst du als Deutschland natürlich nicht sagen, ich mache da nichts. Es ist auf jeden Fall eine Abkehr von früheren Positionen, die er [Merz, Anm. d. Red.] hatte", gibt Amann zu bedenken.
Genau dieser angesprochene Kurswechsel ließ auch Markus Lanz überrascht aufhorchen. "Ich habe kurz die Luft angehalten, als ich das gehört habe", musste der ZDF-Moderator gestehen.
Schleswig-Holsteins MP Daniel Günther verweist auf Bedeutsamkeit des europäischen Zusammenhalts
Im weiteren Verlauf der Sendung wollte Lanz auch die Meinung vom geladenen CDU-Mann Daniel Günther (52) zum Merz-Statement erfahren. "Wie haben Sie ihn verstanden?", hakte der Gastgeber nach.
Darauf der Schleswig-Holsteinische MP: "Ich habe ihn schon so verstanden, dass er jetzt in diesem ersten Schritt nicht gesagt hat, dass deutsche Soldaten in der Ukraine das absichern sollen, sondern dass sie sich in NATO-Staaten aufhalten sollen."
Günther erklärte weiter: "Wir müssen einfach realistisch feststellen, dass uns auch die letzten Tage nochmal gezeigt haben, dass wir in Europa zusammenwirken müssen, wir unsere Verteidigung in die Hand nehmen müssen und wir uns eben auf Verlässlichkeiten, die es mal gab, nicht verlassen können [...]."
Die komplette, rund 77-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.
Titelfoto: ZDF/Markus Hertrich

