Was Landeschef zur Migration sagt, lässt Markus Lanz sofort einschreiten: "Entschuldigung?"

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Hamburg - Die kommende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stand auch am Dienstagabend wieder im Fokus von Markus Lanz (57). Nachdem in der vergangenen Woche bereits der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) zu Gast war, nahm dieses Mal der amtierende Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) auf dem "Verhör-Sessel" Platz. Direkt zu Beginn sorgte dabei die Migration für Diskussionsstoff.

Als Sven Schulze (46, CDU, r.) über die Migration sprach, musste Markus Lanz (57) ihn unterbrechen.
Als Sven Schulze (46, CDU, r.) über die Migration sprach, musste Markus Lanz (57) ihn unterbrechen.  © ZDF/Cornelia Lehmann

So hatte die anwesende Journalistin Sabine Rennefanz (51) erklärt, dass der MP inhaltlich zunächst sehr stark auf AfD-Themen wie die Einwanderung gesetzt und diesen dadurch eine "gewisse Legitimität" verliehen habe.

"Wenn ich mir die Umfragen anschaue, habe ich den Verdacht, dass sich das jetzt leider nicht so richtig gut auszahlt", gab die 51-Jährige zu bedenken, woraufhin Schulze erwiderte: "Es gibt keine reinen Themen nur von Parteien [...]."

Und weiter: "Das Thema 'Migration' haben wir jetzt weitestgehend gelöst, was die Zugänge angeht. Wir haben in Sachsen-Anhalt jetzt wieder die Zahlen von 2012. Das heißt, dieses Thema ist kein Thema mehr für die AfD, was sie nutzen kann, um uns vorzuwerfen, wir machen da schlechte Politik und beim Thema 'Bürgergeld-Empfänger' ..."

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Sofort musste der Moderator einschreiten: "Entschuldigung? Ganz kurz: Ist das Thema damit für Sie erledigt?", stellte Lanz den Politiker zur Rede, der wiederum sagte: "Nein, es ist nicht erledigt, aber es ist nicht mehr auf dem Level, wo es die AfD gerne hätte. Wir haben 1000 Zugänge im ersten Halbjahr. Das ist ähnlich wie 2012. Solche Zahlen hatten wir lange nicht mehr."

Journalistin Sabine Rennefanz (51) übte Kritik an dem inhaltlichen Kurs von Schulzes Wahlkampf.
Journalistin Sabine Rennefanz (51) übte Kritik an dem inhaltlichen Kurs von Schulzes Wahlkampf.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Sachsen-Anhalts MP Sven Schulze: "Werde mich nicht von AfD und Linkspartei abhängig machen"

Der MP hofft auf eine Mehrheit aus der Mitte heraus.
Der MP hofft auf eine Mehrheit aus der Mitte heraus.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Im Verlauf der Sendung wollte Markus Lanz auch auf die MP-Wahl vorausblicken. Diesbezüglich fragte er Schulze: "Wenn's ganz knapp wird, würden Sie sich zum Ministerpräsidenten wählen lassen, wenn dafür Stimmen von der Linkspartei oder auch der AfD nötig werden?"

Der Landeschef: "Wenn es zu einer solchen Situation kommen würde, dass es aus der Mitte keine Mehrheit gibt, dann würde es wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum erstmal keine Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt geben, weil ich mich nicht von der AfD und der Linkspartei abhängig machen werde."

Lanz hakte nach: "Was heißt das? Würden Sie sich von denen wählen lassen? Ja oder nein?" Doch Schulze blieb schwammig: "Ich werde nicht zur AfD und nicht zur Linkspartei gehen und um Stimmen bitten."

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Die komplette, rund 60-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

Titelfoto: ZDF/Cornelia Lehmann

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