Hamburg - Konfrontation im ZDF: Am Mittwochabend wurde Leif-Erik Holm (56), der AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, nicht nur von Markus Lanz (57) mit Fragen gelöchert. Auch Journalistin Kerstin Münstermann (52) stellte ihn zur Rede.
Sie nahm die ständige Kritik seiner Partei am Vorgehen der Regierung beim Ukraine-Krieg zum Anlass, ein Szenario aufzumachen, bei dem der Politiker der Außenminister Deutschlands wäre, und wollte von ihm für eine Lösung des Konflikts wissen: "Was machen Sie in Moskau? Was sagen Sie Putin?", fragte Münstermann aufgewühlt.
Darauf reagierte Holm mit einer Binsenweisheit: "Die allermeisten Kriege werden am Verhandlungstisch beendet. [...]" Natürlich müssten alle möglichen Optionen ausgelotet werden. "Und wenn die US-Administration das macht, finde ich das absolut richtig. Man muss nach Moskau, nach Kiew fahren."
Die Redakteurin der "Rheinischen Post" ging dazwischen: "Das machen die ununterbrochen", stellte sie klar, woraufhin der AfD-Mann erklärte: "Ich bin kein Außenpolitiker. Ich sage hier nun meine eigene, private Meinung."
Erneut betonte Holm nur allgemein, dass es Verhandlungen auf allen Ebenen brauche.
Markus Lanz über Ukraine-Verhandler: "Warum sind das immer irgendwelche Immobilien-Mogule aus Amerika?"
Im weiteren Verlauf der Sendung richtete Lanz seinen Blick auf Europa und zeigte sein Unverständnis dafür, dass die EU noch immer keinen Unterhändler für den Ukraine-Krieg bestimmt habe. "Warum sind das immer irgendwelche Immobilien-Mogule aus Amerika?", fragte er.
Darauf sagte der mächtige EVP-Chef Manfred Weber (54): "Wir haben derzeit keinen, der mit uns sprechen will, der wirklich zum Frieden will. Putin ist nicht bereit."
Auch gebe es das Problem, dass die Europäische Union aufgrund der vielen Außenminister beim Ukraine-Krieg nicht mit einer Stimme spreche, so das Parlamentsmitglied.
Die komplette, rund 75-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.