Marlene Lufen sprachlos: Sie trifft eine verurteilte Mörderin

Berlin/Köln - Ein Treffen, das unter die Haut ging: SAT.1-Moderatorin Marlene Lufen (55) besuchte eine verurteilte Mörderin und stellte Fragen, die viele sich nicht trauen.

In ihrer aktuellen Podcast-Folge ist Marlene Lufen (55) sichtlich ergriffen.  © Instagram/m.wie.marlene

Für die aktuelle Folge ihres Podcasts "M wie Marlene" traf Marlene auf Miri in der JVA Ossendorf in Köln. Die 44-Jährige verbüßt dort seit beinahe sieben Jahren eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes.

Die Moderatorin ging in diesem Zusammenhang einer bestimmten Frage auf den Grund: Warum töten Frauen? Dabei berichtete Miri offen von dem Missbrauch, den sie über Jahre hinweg erlitten hat.

Mit 18 Jahren kam sie nach Deutschland, arbeitete als Prostituierte und lernte ihren späteren Partner kennen. Doch der deutlich ältere Mann kontrollierte sie, zwang die damals Anfang 20-Jährige weiter zur Prostitution, bot sie seinen Freunden an, schlug sie und fügte ihr mit Messern Verletzungen zu.

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"Wenn ich mit ihm einkaufen gegangen bin, habe ich mir in die Hose gemacht vor Stress", berichtete die 44-Jährige. Einen eigenen Namen habe sie nicht gehabt, sondern wurde lediglich herabwürdigend mit "H*re oder N*tte" bezeichnet.

Marlene sprachlos: "Ich muss auch ein bisschen meine Tränchen trocknen."

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Für Marlene Lufen gibt es in unserer Gesellschaft noch Handlungsbedarf

Eigentlich kennt man Marlene Lufen immer gut gelaunt, doch ein Thema belastet sie.  © Henning Kaiser/dpa

"Warum bist du nicht abgehauen?", möchte die TV-Bekanntheit wissen. Miri habe gedacht, dass die Welt zu klein sei, um sich irgendwo zu verstecken.

Irgendwann hielt die 44-Jährige die Gewalt nicht mehr aus und tötete ihren Peiniger 2008. Über die Tat selbst sprach sie mit Lufen kaum, machte jedoch eines klar: "Ich bin definitiv der Täter."

Eine solche Tat noch einmal zu begehen, sei für sie unvorstellbar. Heute wisse sie, dass es Hilfsangebote gebe. Von Frauenhäusern habe sie damals jedoch nichts gewusst.

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Marlene habe darüber noch einmal viel nachgedacht und festgestellt, dass es in Deutschland zu wenige Frauenhäuser gebe.

"Das ist eine Sache, die wir wirklich, wirklich besser machen müssen in unserer Gesellschaft", so die Moderatorin.

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