Herzmassage statt Partyschlager: Melanie Müller rettet Mann bei Auftritt das Leben
Mallorca/Leipzig - Sie kann auch positive Schlagzeilen: Partysängerin Melanie Müller (37) wurde am vergangenen Wochenende zur Heldin, als sie in einer Disco auf Mallorca dabei half, einem Mann das Leben zu retten.
DSDS-Star Menderes Bagci (41) hatte gerade seinen Auftritt im Club "Bolero" an der Playa de Palma absolviert, als nächste sollte die Leipzigerin auf der Bühne stehen. Doch plötzlich wurde die Situation lebensbedrohlich für einen Besucher.
Wie die Mallorca Zeitung berichtet, sei der Partygast mittleren Alters gegen 23.30 Uhr am späten Freitagabend auf der Tanzfläche zusammengebrochen - Herzstillstand!
Ein anderer Gast habe sofort mit der Reanimation begonnen, während noch die Musik lief. Parallel soll Melanie Müller vom Zustand des Mannes erfahren und gar nicht lange gezögert haben.
Zuerst habe sie die Musik abstellen und mit dem Securitypersonal den Partysaal räumen lassen, bevor sie schließlich selbst Hand anlegte, um den Ersthelfer bei den Reanimationsmaßnahmen zu unterstützen.
Und das so lange, bis der Rettungsdienst eintraf. Die Polizei bestätigte der Mallorca Zeitung den Einsatz. Demnach soll die Wiederbelebung des Mannes erfolgreich verlaufen sein. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Melanie Müllers Forderung: Defibrillatoren in allen Clubs sollten Pflicht werden
Ob es sich bei dem Patienten um einen Einheimischen oder einen Touristen handelte, wurde nicht bekannt.
Melanie Müller selbst habe im Nachhinein erzählt, dass sie regelmäßig an Erste-Hilfe-Kursen teilnehme, um für den schlimmsten Fall gewappnet zu sein. Demnach habe sie sogar einen Defibrillator im Auto.
"Ich würde mir wünschen, dass es so ein Gerät verpflichtend in jedem Club gibt", sagte sie der Mallorca Zeitung. Der Auftritt der Partysängerin fand nach dem Drama trotzdem statt.
Zuletzt waren es eher Negativ-Schlagzeilen gewesen, mit denen die 37-Jährige Aufsehen erregt hatte. Erst vor wenigen Wochen war sie endgültig für das Zeigen des Hitlergrußes während eines Konzerts im September 2022 verurteilt worden, nachdem sie entschieden hatte, die Revision nicht weiter zu verfolgen.
Bis zuletzt hatte sie beteuert, unschuldig zu sein - vergeblich.
Titelfoto: Bildmontage: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa, Clara Margais/dpa

