Méribel (Frankreich) - Der einschneidende Ski-Unfall von Michael Schumacher (57) lässt Beteiligte und Fans auch mehr als zwölf Jahre danach nicht los. Jetzt hat sich "Schumis" Chefarzt gemeldet, der die Formel-1-Legende unmittelbar nach seinem Sturz behandelt hat.
Nachdem sich jüngst bereits Schumachers Hubschrauberpilot öffentlich gemeldet und über das dramatische Ereignis in den französischen Alpen gesprochen hatte, ist nun Professor Stephan Chabardès (59) an der Reihe.
Auch ihn scheint der Unfall des siebenfachen Weltmeisters nicht loszulassen, wie er in der französischen Sportzeitung "L'Équipe" deutlich macht.
Dabei war sein Arbeitstag an jenem 29. Dezember 2013 beinahe vorbei, als er plötzlich in die Notaufnahme gerufen wurde. Nur ein paar Minuten später sollte sich schließlich vieles für ihn ändern, erklärt er.
"Als ich mich über den Patienten beuge, der noch in seinem Skianzug steckt, erkenne ich Michael Schumacher. Da dachte ich: 'Oha, der Tag wird kompliziert.'"
Schumi-Professor erinnert sich an Trubel in der Klinik
Nicht nur im Inneren der Klinik in Grenoble hätten sich im Anschluss die Ereignisse überschlagen und ranghoher Besuch die Klinke in die Hand gegeben – auch vor der Tür hatten sich in Windeseile unzählige Schumacher-Fans versammelt, um auf Neuigkeiten zu warten.
Mittendrin: Schumi-Managerin Sabine Kehm! Auch sie hatte kurz nach dem Unfall-Drama in der Klinik aufgeschlagen und den 59-Jährigen zu Ruhe und Besonnenheit verdonnert – dem Mega-Echo in den Medien halber.
"Gleich zu Beginn warnt sie mich, dass dieser eingelieferte Patient einen medialen Tsunami auslösen werde und wir sehr vorsichtig sein müssten", erinnert sich Chabardès.
Auch der Präfekt – ein hoher Beamter der Stadt Grenoble – mahnte zu jeder Menge Fingerspitzengefühl, äußerte aber auch Angst vor Chaos. "In dem kleinen Raum neben dem OP sagte mir der Präfekt, er habe große Sorge, dass Tausende Menschen vor dem Krankenhaus auftauchen."
Ersten hauchzarten Informationen rund um den Gesundheitszustand von Michael Schumacher folgte schließlich eine Pressekonferenz, in der weitere Details zum Unfall preisgegeben worden waren.
Bis heute lebt "Schumi" abgeschirmt von den Medien – zusammen mit Ehefrau Corinna (57) – in der Schweiz.