Nach Mord an seinen Eltern: Sohn von Star-Regisseur Rob Reiner (†78) spricht über tatverdächtigen Bruder

Los Angeles (USA) - Für Jake Reiner (35) war es ein Schock, als er hörte, dass seine Eltern zu Hause ermordet wurden. Nun sprach der Sohn des bekannten Regisseurs Rob Reiner (†78) über die Gefühle zu Bruder Nick (32), der des Mordes beschuldigt wird.

Um den Tod seiner Eltern verarbeiten zu können, musste sich Jake Reiner (35) in Therapie begeben.  © LEON BENNETT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP

Jake erinnerte sich in einem Interview mit ABC7 an den Moment, als er einen Anruf von seiner Schwester Romy (28) erhielt. Jake nahm gerade an der Gedenkfeier für einen Freund in Los Angeles teil, als sich Romy meldete.

"Romy rief mich an und ich legte den Anruf auf die Warteschleife, weil ich damals dachte: 'Ich bin gerade beschäftigt'", erzählte Jake.

Als Romy daraufhin "sofort" erneut anrief, sagte Jake, habe er "in diesem Moment gewusst, dass etwas nicht stimmte".

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"Romy erzählte mir, dass unser Vater tot sei, und dann sagte sie: 'Ich kann Mama nicht finden'. Da geriet ich sofort in einen Schockzustand. Ich musste sofort zum Haus meiner Eltern fahren."

Jake sagte, er habe im Laufe seiner Karriere als Lokalreporter schon viele Tatorte gesehen, sei aber schockiert gewesen, als er feststellte, dass nun seine eigene Familie im Mittelpunkt eines solchen stand.

"Es sind jetzt acht Monate vergangen. Es kommt mir gleichzeitig wie acht Jahre und wie acht Minuten vor", sagte Jake über die Zeit, die seit dem Tod seiner Eltern vergangen ist. "Denn in jedem Moment, in dem ich aufwache, werde ich an meine Realität erinnert."

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Jake Reiner: "Ich werde es nie verstehen"

Nick Reiner (32, r.) steht im Verdacht, seine Eltern Rob (†78) und Michele Reiner (†68, l.) ermordet zu haben.  © Michael loccisano / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

"Meine Eltern hatten bedingungslose Liebe für uns alle drei", sagte Jake Reiner.

Zudem hätten sie einen sehr engagierten Ansatz bei der Genesung von der Drogenabhängigkeit seines Bruders Nick verfolgt, so der 35-Jährige.

An jenem 14. Dezember 2025 habe er mehr als die Hälfte seiner Familie verloren - darunter auch Nick. "Ich meine, er sitzt im Gefängnis, also … Es ist, als hätte ich meine Eltern physisch verloren - und dann wurde Nick verhaftet und jetzt sind nur noch Romy und ich übrig", erklärte Jake.

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In den Monaten danach habe er mit seiner Trauer gerungen und sei in Therapie gewesen, um den Verlust zu verarbeiten. "Das äußert sich in Wut darüber, wie ungerecht das alles war, dass ich keinen Einfluss darauf hatte, was passiert ist", sagte Jake.

"Ich konnte es nicht verhindern. Ich hatte in dieser Angelegenheit keine Wahl. Ich muss die Realität einfach akzeptieren. Und für mich ist das einer der schlimmsten Aspekte an der ganzen Sache."

Was seinen Bruder zu der furchtbaren Tat getrieben haben könnte, wisse er nicht. "Ich werde es nie verstehen. Es ist mir egal, wie man es mir erklärt", so Jake. "Es ist mir egal, welche Fakten ans Licht kommen. Ich werde nie verstehen, warum das passiert ist."

Der 32-jährige Nick Reiner wurde inzwischen wegen zweifachen Mordes ersten Grades angeklagt. Er selbst plädiert auf "nicht schuldig". Nick befindet sich weiterhin in Los Angeles in Haft. Am 15. September soll er zu einer Vorverhandlungsanhörung vor Gericht erscheinen. Ihm droht die Todesstrafe oder lebenslange Haft ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung.

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