Berlin - Moderatorin und Schauspielerin Palina Rojinski (40) hat selten offen über ihre schwierige Beziehung zu Ernährung und Körper gesprochen.
Heute beschreibt Palina ihre Jugend als eine Zeit, die geprägt war von Disziplin, Leistungsdruck und dem ständigen Gefühl, nie genug zu sein.
Von ihrem dritten bis 14. Lebensjahr war Rojinski Hochleistungssportlerin in rhythmischer Sportgymnastik. "Ernährung war ein wichtiges Thema, aber bei mir eher negativ besetzt", erklärte sie im RTL-Interview.
In ihrer Sportart habe man "eigentlich immer Diät halten" müssen. Sie selbst habe diesen Zustand schon früh als streng und belastend empfunden.
Dabei liebt die gebürtige Russin gutes Essen. "Ich belohne mich auch total gerne mit Essen", so Palina. Sie habe im Laufe der Jahre gelernt, "darauf zu achten, was meinem Körper, meiner Gesundheit und meiner Laune guttut". Das sei jedoch ein langer Lernprozess gewesen, berichtete sie weiter – einer, der durch äußeren Druck immer wieder erschwert wurde.
Besonders Social Media trage dazu bei, dass viele Menschen unrealistischen Körperbildern nacheiferten. "Das Problem ist, dass man von morgens bis abends Schönheitsbildern ausgesetzt ist", betonte die Moderatorin.
Palina Rojinski: "Echte Schönheit entsteht ohne Druck"
Man beginne, sich unbewusst zu vergleichen. Deshalb zeigt Rojinski bewusst unperfekte Seiten von sich: "Wir sind ja keine Roboter oder Maschinen. Und wenn da mal ein Pickel ist, dann ist da halt ein Pickel."
Als Prominente erlebt sie dabei den Gegensatz zwischen öffentlicher Inszenierung und privater Realität besonders deutlich. Am Set sei sie perfekt gestylt, im Alltag dagegen oft ungeschminkt – eine Diskrepanz, die viele Fans nicht sehen.
Heute beschreibt sie ihren Umgang mit Essen und Körper deutlich entspannter. Die Berlinerin sagte: "Mir hat früher diese Disziplin keinen Spaß gemacht. Ich hatte keine Lust darauf zu hören, was ich zu essen habe. Ich wollte mir das selber aussuchen."
Jetzt habe sie Freude an gesundem Essen, das ihr guttut. "Es geht immer um die Balance", plädierte Palina. Denn, fuhr sie fort, "echte Schönheit entsteht ohne Druck".