Party-Queen wird Vergewaltigung angedroht, doch sie weiß, sich zu wehren

Frankfurt am Main - Der selbst erklärten "Party-Queen" Juliane Konchakovskaya (41) wurde in einer S-Bahn in Frankfurt am Main massiver sexuelle Gewalt angedroht.

Juliane Konchakovskaya (41) bezeichnet sich auf Instagram als Frankfurts "Premier Party Queen 🏳️‍🌈".
Juliane Konchakovskaya (41) bezeichnet sich auf Instagram als Frankfurts "Premier Party Queen 🏳️‍🌈".  © Screenshot/Instagram/janekonchakov

Die Frankfurterin ist laut eigener Aussage eine intergeschlechtliche Person, sie hat einen XXY-Chromosomensatz. Nachdem sie lange mit einer überwiegend männlichen Identität gelebt hat, entschloss sie sich mit 38 Jahren, fortan mit einer weiblichen Identität zu leben.

Aus diesem Grund bezeichnet sie sich auf TikTok auch als Dragqueen sowie zugleich als Person mit Trans-Hintergrund.

Als "Party-Queen" arbeitet Juliane regelmäßig in Frankfurter Nachtclubs. Vermutlich kam sie am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr von einem solchen Einsatz, als sie in einer S-Bahn zum Opfer einer Belästigung inklusive Vergewaltigungsandrohung wurde.

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Wie die Frankfurterin in einer Instagram-Story schriftlich mitteilte, spielte sich der Vorfall wie folgt ab: Nachdem sie an der Station "Hauptwache" in der Frankfurter City in eine Bahn der Linie S4 in Richtung Kronberg eingestiegen war, sei ein betrunkener Mann auf sie zugekommen und habe sie gefragt: "Bist Du ne Transe?" (Schreibweise entspricht dem Original).

Auf die Aufforderung weiterzugehen, habe der circa 32 Jahre alte Mann mit Baseball-Cap mit Beleidigungen reagiert, bis sich eine weitere Insassin der S-Bahn einmischte und den Unbekannten zurechtwies.

Doch der Betrunkene setzte seine Belästigung fort.

Dragqueen und Trans-Frau Juliane Konchakovskaya setzt sich zur Wehr

Mit einem längeren Text in einer Instagram-Story schilderte die Frankfurterin die Belästigung inklusive Androhung einer Vergewaltigung.
Mit einem längeren Text in einer Instagram-Story schilderte die Frankfurterin die Belästigung inklusive Androhung einer Vergewaltigung.  © Screenshot/Instagram/janekonchakov

"Er setzte sich mir gegenüber, drohte mir nachzulaufen und so in den A..... zu F..... wie es noch keiner getan hätte" (Schreibweise entspricht dem Original), schilderte Juliane die unverblümte Androhung einer Vergewaltigung durch den betrunkenen S-Bahn-Insassen.

Laut ihrem Bericht reagierte sie mit einer klaren Androhung von Gegenwehr. Sie habe ihr Gegenüber fixiert und ihm in ruhigem Ton mitgeteilt, dass sie sein Gesicht zerstören würde, wie es noch nie jemand gemacht habe.

Zugleich habe sie die rechte Hand in ihre Jackentasche gesteckt, vermutlich um entweder anzudeuten oder vorzutäuschen, dass sie bewaffnet sei.

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Die Drohung zeigte Wirkung, der Unbekannte ging weiter.

Als Juliane Konchakovskaya die S-Bahn verließ, kam es jedoch zu einem weiteren Zwischenfall: Der Betrunkene stellte sich in die Tür der Bahn und rief der Frankfurterin "diverses Unmenschliches" nach.

Mehrere LGBTQ-feindlichen Attacken in Frankfurt am Main

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von LGBTQ-feindlichen Attacken und Übergriffen in der Mainmetropole Frankfurt.

Anfang März wurde die bekannte Dragqueen Electra Pain Opfer einer Pfefferspray-Attacke auf offener Straße. Zuvor war der Frankfurter "Prince Charming"-Finalist Lauritz Hofmann auf dem Rückweg von einer Party zum Opfer homophober Anfeindungen geworden.

Aufgrund dieser und anderer Vorfälle kam es Ende März in der Frankfurter Innenstadt zu einem Protestmarsch, zahlreiche Angehörige der LGBTQ-Community gingen auf die Straße und protestierten gegen homophobe und transphobe Gewalt und für eine offene und tolerante Gesellschaft.

Titelfoto: Montage: Screenshot/Instagram/janekonchakov

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