Frankfurt am Main - Im Talk mit dem Eltern-Podcast "Die Kinderdolmetscher" sprach Model und Moderatorin Rebecca Mir (34) erstmals öffentlich über ein traumatisches Ereignis in ihrer Vergangenheit: Als Kind wurde sie von einem Fremden angesprochen und ist zu ihm ins Auto gestiegen.
Passiert sei ihr glücklicherweise nichts, sagte sie im Gespräch mit den beiden Podcast-Hosts Journalistin Jana Altmann und Diplom-Kinderpsychologin Claudia Schwarzlmüller. Dennoch habe sich diese Erfahrung ganz tief bei ihr eingebrannt.
Sie sei damals auf dem Weg zur Schule gewesen, als sie der Mann angesprochen habe. "In dem Moment, als ich eingestiegen bin, dachte ich mir schon: Das war falsch. Das war ganz dumm", versetzte sich Rebecca in die Situation.
Und obwohl die Sache letztlich gut ausgegangen ist, ließ sie diese Erfahrung nicht mehr los. "Ich habe mich wirklich so blöd gefühlt, weil ich etwas gemacht habe, von dem ich wusste, dass es falsch war", sagte sie im Podcast.
Das habe dazu geführt, dass sie sich zunächst niemandem anvertrauen wollte. Erst als Erwachsene habe sie ihrer Mutter von dem Vorfall erzählt.
Rebecca Mir: "Kinder sollten lernen, 'Nein' zu sagen"
Heute setzt sich die 34-Jährige als Botschafterin einer Kampagne gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen ein.
"Es ist wichtig, dass Kinder lernen, 'Nein' zu sagen – und dass wir Erwachsenen hinschauen, zuhören und ihnen glauben", erklärte sie im Podcast. Es sei ihr wichtig, dass Kinder früh lernen, ihre Grenzen wahrzunehmen und zu schützen.
Das thematisiert Rebecca Mir auch in ihrem neuen Kinderbuch "Das Zauberwort heißt Nein". In diesem Zusammenhang gehe es allerdings nicht nur darum, dass Kinder lernen, 'Nein' zu sagen, sondern auch die Erwachsenen.
"Ich wollte, dass mein Sohn Grenzen setzt. Aber ich habe gemerkt: Das funktioniert nur, wenn ich selbst meine Grenzen kenne und auch setze", sagte sie. "Ich kann ihm nicht etwas beibringen, was ich selbst nicht lebe."
Die komplette Folge des Podcasts "Die Kinderdolmetscher" mit Rebecca Mir gibt es bereits bei Spotify zum Streamen.