RTL-Moderatorin kritisiert radikale Programm-Kürzungen: "Schweigen fühlt sich falsch an"

Köln - Vor wenigen Tagen hatte RTL ein regelrechtes Programm-Beben verkündet und erklärt, dass gleich mehrere Formate eingestellt werden. "Explosiv"-Moderatorin Elena Bruhn (47) fand angesichts dieses radikalen Schrittes nun emotionale Worte.

"Explosiv"-Moderatorin Elena Bruhn (47) kritisierte die radikalen Kürzungen in einem Instagram-Post.  © Instagram/elena_bruhn

In einem längeren Instagram-Post hatte sich die 47-Jährige am vergangenen Wochenende an ihre Follower gewandt und sich ihren Unmut von der Seele geschrieben.

"Diese Woche war die traurigste, die ich in über 20 Jahren bei RTL erlebt habe. Viele Kolleginnen und Kollegen haben in diesen Tagen ihren Job verloren", erklärte die Journalistin in dem Beitrag und sprach dabei von "Menschen, mit denen ich über Jahre gearbeitet habe", die für ihren Beruf "gebrannt und Sendungen mit Kompetenz, Haltung und Leidenschaft geprägt haben."

Es seien nicht einfach "Formate" eingestellt worden, sondern "Lebensabschnitte", wie Bruhn betonte, und sie kritisierte, dass mit den gestrichenen Stellen "Erfahrung, Wissen und journalistische Substanz verloren" gingen.

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"Ich weiß, dass kein Post, kein Satz das auffangen kann. Aber Schweigen fühlt sich falsch an", stellte die "Explosiv"-Moderatorin klar, nachdem der Kölner Sender im Zuge der Kürzungen erklärt hatte, dass mit den Maßnahmen rund 600 Jobs bei RTL Deutschland wegfallen sollen.

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Bei Instagram fand "Explosiv"-Moderatorin Elena Bruhn emotionale Worte

RTL hatte die Einkürzungen mehrerer TV-Klassiker unter anderem mit einem "herausfordernden Marktumfeld" begründet.  © Thomas Banneyer/dpa

Bruhn denke dieser Tage an "all jene, die gehen müssen" - und war damit nicht allein. Auch "Gala"-Moderatorin Annika Lau (46), die das "Boulevard"-Magazin rund drei Jahre lang moderiert hatte, richtete in der letzten Sendung vom vergangenen Samstag emotionale Worte an die Zuschauer. "Das war es von uns. Leider. 'Gala' war mein Baby", erklärte sie unter Tränen.

Unter Bruhns Post sammelten sich indes etliche teils trostspendende Kommentare, in denen der Moderatorin beigepflichtet wurde - unter anderem auch von ihren Branchenkollegen.

So schrieb beispielsweise Dschungelcamp-Autor Micky Beisenherz (48): "Das hast du völlig richtig ausgedrückt. Mir tut das wahnsinnig leid um die vielen klasse Leute, die etwas ausbaden müssen, was sie in keinster Weise zu verantworten haben. Und für den tollen Sender RTL tut es mir offen gestanden, auch leid."

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RTL hatte die Einkürzungen mehrerer beliebter Klassiker wie "Punkt 6" oder "Prominent" (VOX) mit einem "herausfordernden Marktumfeld" und dem "sich rasant wandelnden Mediennutzungsverhalten" begründet.

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