Hamburg - Schwerer Schicksalsschlag für Tim Mälzer (55): Nachdem sein Vater vor drei Jahren überraschend gestorben war, musste sich der TV-Koch Anfang des Jahres auch noch von seiner Mutter verabschieden. Jetzt spricht der 55-Jährige offen über den Verlust.
Im Live-Podcast "1 plus 1 – Freundschaft auf Zeit" mit Jan Ullrich (52) erzählt Mälzer, dass er statt tiefer Trauer momentan vor allem eines verspüre: Erleichterung.
Was dazu beitrage: Seine Mutter habe "selbstverwaltet" gehen können. Für ihn selbst sei das ein großes Geschenk. Rückblickend sagt er sogar, sie sei "sehr schön verstorben".
Zum Zeitpunkt der Podcast-Aufzeichnung im April 2026 sei seine Mutter bereits rund acht Wochen tot gewesen.
Besonders dankbar zeigt sich der Fernsehkoch für die Patientenverfügung seiner Mutter. Dadurch sei ihm die Last erspart geblieben, selbst über lebensentscheidende medizinische Maßnahmen entscheiden zu müssen. Genau vor dieser Verantwortung habe er großen Respekt gehabt.
Mit viel Zuneigung beschreibt Mälzer seine Mutter als willensstarke Persönlichkeit. Sie sei "eine sehr starke, aber auch sehr störrische, auch manchmal eine mistbockige Frau" gewesen. Dass er selbst ähnliche Charaktereigenschaften aufweist, kommentiert er augenzwinkernd: "Von irgendjemandem muss ich es ja haben."
Tim Mälzer: "Ich halte 75 für ein tolles Lebensalter"
Die schwere Erkrankung seiner Mutter war unter anderem auch der Grund dafür, dass sich Mälzer im vergangenen Jahr zeitweise aus der Öffentlichkeit zurückzog. Er habe sie den ganzen Tag begleiten können.
"Ich musste niemanden beauftragen. Ich musste niemanden schicken. Morgens, mittags, abends konnte ich da sein." Dafür sei er bis heute sehr dankbar und stolz.
Im Gespräch blickt Mälzer auch auf den Tod seines Vaters zurück, der ihn vor drei Jahren völlig unerwartet traf. Beide Eltern starben Mitte 70. Diese Verluste hätten auch seinen Blick auf das eigene Leben verändert: "Was habe ich denn noch? Ich habe noch 20 Jahre. Davon gebe ich mir zehn gute Jahre, richtig gute, wo ich nicht jeden Tag zum Arzt muss", so der 55-Jährige.
Auch zum Älterwerden hat der "Kitchen Impossible"-Star inzwischen eine klare Haltung entwickelt.
Von diesem Zeitpunkt an wolle er jeden weiteren Tag als Geschenk betrachten. "Ich halte 75 für ein tolles Lebensalter", so der TV-Koch abschließend.