Toxisches Klima bei "Friends"? Autoren sollen über Sex mit Hauptdarstellerinnen fantasiert haben

New York (USA) - Ganz gleich, was die Zukunft bringt: Die Netflix-Serie "Friends" wird für immer ein Klassiker sein. Sechs Freunde (drei Männer und drei Frauen) verbindet ein enges Band, während sie die Wohnungen teilen und ihre freie Zeit miteinander verbringen. Offenbar waren die Dreharbeiten für die Serie auch ein lukratives Geschäft für die Hauptdarsteller, fanden jedoch teilweise in unangenehmer Grundatmosphäre statt.

In einem Interview hat Lisa Kudrow (2.v.l.) über "Friends" hinter den Kulissen ausgepackt. Die Drehbuchautoren hatten wohl sexuelle Fantasien, was sie mit den Figuren Monica (Courteney Cox, 4.v.l.) und Rachel (Jennifer Aniston, 2.v.r.) anstellen wollten.  © Reed Saxon/AP/dpa

Lisa Kudrow (heute 62) spielte die Figur der Phoebe Buffay und verrät gegenüber Times, dass die Darsteller allein für Wiederholungen bis zu 20 Millionen US-Dollar im Jahr, also rund 17 Millionen Euro, verdienen.

Zunächst wären 22.500 Dollar pro Folge (etwa 19.000 Euro) vereinbart worden. Schließlich hätten die sechs Hauptdarsteller an einem Strang gezogen und pro Episode eine Mega-Summe von einer Million Dollar vereinbart.

Das Geld würde noch immer fließen, weil "Friends"-Folgen im TV laufen oder bei Streaming-Anbietern über die Bildschirme flimmern.

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Doch auch wenn die Serie ein Happy End hat und dort viel gelacht wird, ging es hinter den Kulissen wohl auch gefährlich toxisch zu. Das Autoren-Team soll überwiegend männlich gewesen sein und sich schon mal derb im Tonfall vergriffen haben.

Formulierungen wie "Kann die Schlampe nicht lesen? Die gibt sich ja nicht mal Mühe", wären gefallen, wenn sich die Darstellerinnen vor Live-Publikum verhaspelt hätten.

Zudem sollen sich die Drehbuchautoren laut Kudrow bis spät in die Nacht über ihre sexuellen Fantasien von Jennifer (Anniston) und Courteney (Cox) ausgetauscht haben.

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Lisa Kudrow: Was Phoebe-Buffay-Darstellerin an der Serie "Friends" so liebt

Matthew Perry (†54) brachte mit seinem trockenen Humor viele zum Lachen, auch andere Seriendarsteller wie Lisa Kudrow.  © Brian Ach/AP/dpa

Was inhaltlich das Erfolgsgeheimnis des Formats über die sechs dicken Freunde war?

"Weil Phoebe Buffay so großartig war?", scherzte Kudrow im "The Times"-Gespräch.

Trotzdem hätte Friends anderen Serien gegenüber etwas voraus. Eine etwas kindliche Unschuld - auch weil das Internet noch nicht die Rolle wie heutzutage spielte.

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Die Schauspielerin hat sich nach dem Tod von Chandler-Bing-Darsteller Matthew Perry die 10 Staffeln noch einmal angesehen.

Vorher hätte Kudrow nur Augen für Phoebes Fehler gehabt.

"Ich fand, ich habe mich ganz gut geschlagen, aber Jennifer und Courteney? Fantastisch!", stellte sie jüngst über die weiblichen Protagonistinnen fest.

"David und Matt? Die haben mich so zum Lachen gebracht. Und dann Matthew – er war einfach überragend", lobte sie auch die Herren der Sendung, d.h. die Serien-Figuren Joey, Ross und Chandler.

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