Uwe Ochsenknecht platzt der Kragen: "Dann zieht doch weg"

Berlin/Mallorca - Schauspieler Uwe Ochsenknecht (70) hat sich gegen das aus seiner Sicht verbreitete Klagen über die Zustände in Berlin gewandt.

Uwe Ochsenknecht (70) lebt heute auf Mallorca und in Berlin.
Uwe Ochsenknecht (70) lebt heute auf Mallorca und in Berlin.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Wer ständig über die deutsche Hauptstadt schimpfe, könne auch Konsequenzen ziehen, sagte der 70-Jährige in einem Interview mit der "Berliner Zeitung". Sein Rat: "Dann zieht doch weg."

Neben dem "Gemecker wegen allem Möglichen" nerve den Schauspieler auch, dass Berlin sofort Weltstadt sein möchte und in Kneipen Kellner oft nur Englisch sprechen.

"Bescheuert. Was machen da vor allem ältere Menschen, die kein Englisch können? Weltstädte wachsen über Jahrzehnte oder Jahrhunderte", machte Ochsenknecht seinem Ärger Luft.

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Der 70-Jährige wurde im hessischen Biblis geboren, wuchs in Mannheim auf und lebte lange Zeit in München. Heute hat er seine Wohnsitze auf Mallorca und Berlin. So ganz lässt ihn die Hauptstadt nicht los.

Er erklärte der Grund: "Der Wechsel ist schön. Vom ruhigen, mediterranen Landleben, umgeben vom Meer, hin zur lauten, vollen, lebendigen, aufstrebenden Weltstadt Berlin - und dann wieder zurück in die Ruhe Mallorcas."

Uwe Ochsenknecht spielt bei "Die Drei von der Müllabfuhr" mit

Der 70-Jährige ist gebürtiger Hesse.
Der 70-Jährige ist gebürtiger Hesse.  © Annette Riedl/dpa

Ochsenknecht bemerkte auch, dass die Hauptstadt immer voller wird und es daher mehr Müll gibt. "Oft gibt es auch Personalprobleme. Aber es wird das Beste daraus gemacht", stellte er seine Sicht der Dinge dar und setzte hinterher: "Man kann ja auch als Bürger Berlins einiges dafür tun, dass die Stadt nicht zu sehr verdreckt."

Berlin sei "im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht doppelt so groß geworden", gab der 70-Jährige weiter zu Protokoll. "Das Leben einer Millionenstadt mit so vielen verschiedenen Kulturen, dazu noch mit der Geschichte Berlins, so schnell zu organisieren, ist keine leichte und keine billige Aufgabe."

Der Schauspiel-Star würde denjenigen, die nach Berlin ziehen wollen, raten, es auf einen Versuch ankommen zu lassen.

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"Berlin ist eine spannende, inspirierende, aufstrebende, geschichtsträchtige, lebendige Stadt. Aber wie gesagt: Sie ist noch in der Pubertät", fasste er zusammen und ergänzte: "Bleibt nur zu hoffen, dass sie irgendwann erwachsen wird und nicht immer beweisen muss, dass sie mit anderen Weltstädten mithalten kann."

Neue Folgen von "Die Drei von der Müllabfuhr" werden am 20. und 27. März um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. In der Serie ist der Schauspieler als Teil eines Berliner Müllmänner-Trios zu sehen.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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