Richard Gere teilt gegen Trump aus: Hollywood-Star in Berlin auf besonderer Mission

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Von Anne-Beatrice Clasmann

Berlin - Hollywood-Star und Menschenrechtsaktivist Richard Gere (76) hat bei einem Besuch in Berlin deutliche Worte für US-Präsident Donald Trump (79) gefunden.

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (36, SPD) und Hollywood-Star Richard Gere (76) stellen an der Hertie School in Berlin eine neue Initiative für Migration vor.
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (36, SPD) und Hollywood-Star Richard Gere (76) stellen an der Hertie School in Berlin eine neue Initiative für Migration vor.  © Kay Nietfeld/dpa

Vor dem Start einer neuen Initiative zum Thema Migration kritisierte der 76-Jährige Trumps Umgang mit Einwanderern scharf. Der US-Präsident stelle Migranten grundsätzlich als "die Bösen" dar, sagte Gere der Deutschen Presse-Agentur.

"Für ihn ist jeder andere ein böser Typ, jeder, der ihn nicht unterstützt", erklärte der Schauspieler. Aus Trumps Sicht sei sogar Gere selbst ein "Unruhestifter". "In diesem Sinne bekenne ich mich schuldig und bin sogar stolz darauf", fügte der 76-Jährige hinzu.

Gemeinsam mit der Berliner Hertie School startet die Stiftung des Schauspielers die "Joint Initiative on Migration". Das Projekt soll Forschung fördern, Stipendien vergeben und Spenden sammeln. Zunächst liegt der Schwerpunkt auf der Migration von Afrika nach Europa.

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Auch Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (36, SPD) unterstützt die Initiative. Sie beklagte, dass Migration in den vergangenen Jahren zunehmend als Bedrohung dargestellt werde.

Dabei könne sie sowohl den Menschen, die ihre Heimat verlassen, als auch den Aufnahmeländern Vorteile bringen.

Gere warnt vor Rassismus in der Migrationsdebatte

Richard Gere kritisiert den Umgang mit Migration scharf und will den Fokus mit einer neuen Initiative stärker auf die Fluchtursachen lenken.
Richard Gere kritisiert den Umgang mit Migration scharf und will den Fokus mit einer neuen Initiative stärker auf die Fluchtursachen lenken.  © Kay Nietfeld/dpa

Gere bezeichnete Migration als moralische und nicht nur politische Frage. Häufig werde die Migration von Afrika nach Europa als Krise dargestellt, obwohl die eigentlichen Fluchtursachen zu wenig Beachtung fänden.

Der Schauspieler sprach dabei von Konflikten, Korruption, Menschenrechtsverletzungen und fehlenden wirtschaftlichen Perspektiven. Teilweise werde die Debatte sogar von "nacktem Rassismus" geprägt, kritisierte der Hollywood-Star.

Mit der neuen Initiative wollen Gere und seine Partner stärker auf die Ursachen von Flucht und Migration aufmerksam machen.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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