Als "Mrs. Windsor" getarnt: Andrew soll junge Frauen in den Palast geschleust haben
London (Vereinigtes Königreich) - Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Prinzen Andrew (65) reißen nicht ab. Im Gegenteil: Sie werden immer erdrückender. Der gefallene Royal soll jahrelang heimlich Frauen im königlichen Palast empfangen haben.
Im Zuge der Veröffentlichung der Epstein-Akten kommen nach und nach immer weitere schockierende Details ans Licht. Dabei regelmäßig im Fokus: Andrew Mountbatten-Windsor, der eng in den Skandal verstrickt ist.
Wegen seiner nachgewiesenen Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) musste der Bruder von König Charles III. (77) bereits seinen Prinzentitel abgeben und seinen royalen Wohnsitz räumen.
Nun folgt die nächste brisante Enthüllung: Wie die britische Zeitung The Sun berichtete, soll der 65-Jährige über Jahre hinweg immer wieder junge Frauen in den Buckingham Palast geschleust haben - klammheimlich, über versteckte Seiteneingänge, die eigentlich dem Personal vorbehalten waren.
"Mrs. Windsor wird in Kürze eintreffen. Bitte lassen Sie sie herein und bringen Sie sie nach oben", soll Andrew seine Angestellten angewiesen haben.
Die Frauen seien demnach oft ganz ohne Sicherheitsprüfung ins Schloss gekommen.
Ermittlungen wegen Menschenhandels gegen Ex-Prinz Andrew?
Mindestens eine der Frauen soll dem Bericht zufolge in Epsteins Privatjet eingeflogen worden sein, um Andrew im Palast zu treffen.
Großbritanniens ehemaliger Premierminister Gordon Brown (74) fordert nun Konsequenzen. Die Londoner Polizei müsse neue strafrechtliche Ermittlungen gegen den ehemaligen Herzog von York einleiten, so der Politiker.
Ihm zufolge seien 90 Flüge von Epsteins "Lolita Express" mit jungen Frauen aus aller Welt in Großbritannien gelandet, unter anderem auch am privaten Terminal am Flughafen Stansted, was für Brown "mit Abstand der größte Skandal überhaupt" sei.
Andrews Bruder, König Charles, hatte bereits angekündigt, polizeiliche Ermittlungen gegen den gefallenen Ex-Prinzen bei Bedarf zu unterstützen.
Titelfoto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Kirsty Wigglesworth

