Epstein-Skandal um Bruder Andrew: König Charles bricht sein Schweigen
London (Vereinigtes Königreich) - Die neuesten Enthüllungen im Epstein-Skandal bringen den ehemaligen Prinzen Andrew (65) immer weiter in Bedrängnis und erhöhen auch den Druck auf seinen Bruder Charles III. (77). Jetzt setzt der König von England ein Zeichen.
Nach den neuen, schweren Vorwürfen gegen seinen Bruder bezieht König Charles nun erstmals Stellung zum Missbrauchsskandal um den in Ungnade gefallenen früheren Prinzen.
Wie die Daily Mail berichtete, will der 77-Jährige die Polizei bei ihren Ermittlungen gegen Andrew unterstützen, falls dies erforderlich sein sollte.
Demnach äußerte sich der britische Monarch "zutiefst besorgt" über die jüngsten Anschuldigungen gegen seinen Bruder.
"Die konkreten Vorwürfe sind von Herrn Mountbatten-Windsor zu klären", stellte ein Sprecher des Buckingham Palastes klar. "Sollte sich die Thames Valley Police an uns wenden, stehen wir bereit, sie zu unterstützen, wie es sich gehört."
Zudem seien Charles und seine Ehefrau Camilla (78) in Gedanken "bei den Opfern jeglichen Missbrauchs".
König Charles hat seinem Bruder Andrew alle royalen Titel entzogen
Der Ex-Mann von Sarah Ferguson (66) soll jahrelang engen Kontakt zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) gehabt haben. Ihm wurde in der Vergangenheit unter anderem vorgeworfen, eine Minderjährige sexuell missbraucht zu haben, was der ehemalige Prinz stets zurückwies.
Derzeit prüft die Polizei weitere Vorwürfe gegen Andrew, die sich auch in seinem früheren Zuhause, der "Royal Lodge", ereignet haben sollen. Seinen Wohnsitz musste der 65-Jährige inzwischen räumen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte König Charles seinem jüngeren Bruder wegen des Skandals alle royalen Titel und Ehrenrechte entzogen. Seitdem darf er sich nicht mehr "Prinz" nennen.
Kurz vor dem Statement des Königs hatte sich auch Prinz William (43) zu der Affäre um seinen Onkel zu Wort gemeldet. Er und seine Frau, Prinzessin Kate (44), seien "zutiefst besorgt" und mit ihren Gedanken weiterhin bei den Opfern.
Titelfoto: ADRIAN DENNIS / AFP

