König Charles erzählt von dramatischer Nahtoderfahrung: Sein Freund kam dabei ums Leben
England - Dass König Charles (77) in den letzten Jahren schwere Zeiten hinter sich hatte, ist wohl jedem klar. Nun zeigte sich der Monarch jedoch offen wie nie: Während er Mitglieder einer freiwilligen Bergrettungswache empfing, sprach er über seine Nahtoderfahrung bei einem Lawinenunglück.
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Bergrettungsgruppe begrüßte Charles Mitglieder des "Assynt Mountain Rescue Teams" auf Schloss Mey.
Während des Gesprächs mit den Rettern erinnerte sich der heute 77-Jährige an jenen schicksalhaften Tag im März 1988.
Damals war er gemeinsam mit mehreren Personen abseits der markierten Pisten oberhalb des Schweizer Skiortes Klosters unterwegs, als plötzlich eine Lawine abging, berichtet People.
"Der König sprach über den Beinahe-Unfall bei dieser Lawine im Zusammenhang mit den Gefahren, die Berge bergen", so der Teamleiter Ben Dyson von der Bergrettung.
Auch wenn der Monarch dabei großes Glück gehabt hatte, wurde sein enger Freund Major Hugh Lindsay von den Schneemassen erfasst. Er stürzte rund 400 Meter einen Berghang hinunter und kam dabei ums Leben.
Dieser war zuvor als Kammerherr von Queen Elizabeth tätig gewesen. Auch ein weiterer Mann wurde bei dem Unglück schwer an den Beinen verletzt.
König Charles konnte sich in Sicherheit bringen
Charles und weitere Mitglieder der Gruppe konnten sich in Sicherheit bringen. Später kehrten sie gemeinsam mit ihrem Bergführer und einem Schweizer Polizisten zurück, um die Verschütteten aus dem Schnee zu bergen.
Auch Prinzessin Diana (†36) und Sarah Ferguson (66), die frühere Herzogin von York, waren damals mit im Skiurlaub. Als sich die Lawine löste, befanden sich die beiden jedoch sicher in ihrer Unterkunft.
Dyson ergänzte: "Er sagte: 'Es war verdammt knapp.' Offensichtlich ist das auch nach all den Jahren noch fest in seinem Gedächtnis verankert, aber es hat ihm einen Einblick in die wertvolle Arbeit gegeben, die wir leisten, und in die Gefahren, denen wir ausgesetzt sind."
Dem Teamleiter zufolge zeigte sich Charles "sehr dankbar" für die Arbeit der Bergrettung. Mittlerweile hat der König seine eigenen Tage auf der Piste hinter sich. Bereits im vergangenen Jahr erklärte der König, dass er seine Ski wohl endgültig an den Nagel gehängt habe.
Titelfoto: OLI SCARFF / AFP

