Oslo (Norwegen) - Die Sorge um Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) wächst. Ihre Tochter Ingrid Alexandra (22) unterbricht nun sogar ihr Studium, um ihrer kranken Mutter zur Seite zu stehen.
Es sind beunruhigende Nachrichten, die der norwegische Prinz Haakon (52) am Montag am Rande seiner Japan-Reise publik machte: Nicht nur er selbst wolle seinen Aufenthalt in dem ostasiatischen Land um einen Tag verkürzen, auch seine Tochter werde in Kürze von ihrem Studium in Australien nach Hause reisen.
Grund für die plötzliche Rückkehr der 22-Jährigen: der Gesundheitszustand ihrer Mutter Mette-Marit, der sich zuletzt "deutlich verschlechtert" haben soll.
Die designierte Königin von Norwegen leidet an einer chronischen Lungenfibrose, bei der das Lungengewebe dauerhaft vernarbt und die Sauerstoffaufnahme erschwert wird. Inzwischen ist die 52-Jährige auf ein Sauerstoffgerät angewiesen.
Die Familie des norwegischen Kronprinzenpaares scheint wegen der belastenden Situation nun noch enger zusammenzurücken: Ihre gemeinsame Tochter Ingrid wolle "nach Hause kommen, damit sie bei ihrer Mutter sein kann", teilte Haakon laut dem norwegischen Fernsehsender "TV2" bei einer Pressekonferenz mit.
Seit vergangenem Sommer studiert die Prinzessin internationale Beziehungen und politische Ökonomie an der Universität von Sydney. Ganz an den Nagel hängen werde Ingrid ihr Studium jedoch nicht, sie wolle ihren dreijährigen Bachelor dennoch abschließen.
"Wie lange sie zu Hause bleiben wird, das müssen wir sehen", erklärte Haakon.
Kronprinz Haakon verkürzt Japan-Reise wegen kranker Mette-Marit
Wie ernst die Lage zu sein scheint, machen auch Haakons eigene Reisepläne deutlich: Seinen geplanten Stopp in der Hafenstadt Hachinohe am letzten Tag seines Japan-Besuchs sagte der Kronprinz überraschend ab.
"Ich fahre vorzeitig nach Hause, weil die Prinzessin krank ist", rechtfertigte der 52-Jährige seine Entscheidung laut der norwegischen Zeitung "VG" und entschuldigte sich zugleich für die Planänderung: "Ich denke, es ist wichtig, nach Hause zu kommen und bei Mette zu sein. Sie ist krank, deshalb habe ich das Bedürfnis danach."
Bei öffentlichen Terminen hatte sich Mette-Marit zuletzt immer häufiger mit einem Sauerstoffschlauch unter der Nase gezeigt. Das Gerät helfe seiner Frau ein wenig, sei aber "keine zufriedenstellende Lösung", so der Kronprinz.
Auch Mette-Marits und Haakons jüngerer Sohn Sverre Magnus (20) war erst kürzlich aus Italien nach Norwegen zurückgekehrt und hatte seiner kranken Mutter zuletzt bei öffentlichen Auftritten zur Seite gestanden.