Nach schweren Vorwürfen: Prinz Harry zieht endgültigen Schlussstrich unter Charity
USA - Im März des vergangenen Jahres erhob die damalige Vorsitzende der Charity-Organisation "Sentebale" schwere Vorwürfe gegen Prinz Harry (41). Kurz darauf zog sich der Herzog von Sussex aus der von ihm mitgegründeten Stiftung zurück - nun droht der endgültige Schlussstrich.
Wie People berichtete, werde Harry nicht zu der Wohltätigkeitsorganisation zurückkehren, die er vor rund zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen hatte.
Quellen gaben an, jede Aussicht auf ein erneutes Engagement des Royals sei inzwischen "vollständig erloschen". Nach monatelangen öffentlichen Auseinandersetzungen, Rücktritten und massiven Stellenstreichungen sei die Organisation "zu stark beschädigt".
Ein Sprecher des Herzogs bestätigte die endgültige Entscheidung vor wenigen Tagen.
Auslöser für Harrys Rückzug waren schwere Vorwürfe der damaligen Vorsitzenden Dr. Sophie Chandauka (47). Sie hatte dem Prinzen Machtmissbrauch, Mobbing, Sexismus und Rassismus vorgeworfen - Anschuldigungen, die Harry zurückwies.
Charity "Sentebale" erlitt schweren Imageschaden
Doch nicht nur der 41-Jährige legte daraufhin sein Amt nieder: Auch ein weiterer Schirmherr trat zurück - seitdem befinde sich die Charity in einer schweren Finanzierungskrise.
Nur wenige Wochen später richteten sich die Vorwürfe gegen die 47-Jährige selbst.
Ein Insider behauptete damals, dass sie, sobald sich jemand gegen sie wende, "die Rassismuskarte ausspiele und angreife". Ursprünglich soll Chandauka zudem gar nicht für die Rolle der Vorsitzenden vorgesehen gewesen sein - sie habe sich lediglich in den Vordergrund gedrängt.
Der öffentlich ausgetragene Streit habe zudem zu einem erheblichen Imageschaden geführt, der massive Auswirkungen auf die Finanzen der Organisation hatte, die ohnehin bereits unter Druck standen.
Im Laufe des Jahres spitzte sich die Lage weiter zu: Zahlreiche Mitarbeitende in mehreren Ländern wurden entlassen. In Botswana soll Berichten zufolge jeder fünfte Angestellte betroffen gewesen sein, in London wohl fast das gesamte Team.
Insider berichten, der Hauptsitz der Organisation sei "de facto stillgelegt" worden - "Sentebale" weist dies jedoch zurück.
Auch wenn Harry nun nicht mehr zu der Organisation zurückkehrt und damit eine seiner langjährigsten wohltätigen Verbindungen beendet, bleibt zu hoffen, dass trotz der schwierigen finanziellen Lage weiterhin zahlreichen Menschen geholfen werden kann.
Titelfoto: Evan Agostini/Invision/AP/dpa

