Prinz Harry zeigt sich emotional vor Gericht und erinnert an die ständige Verfolgung durch Paparazzi

London/Großbritannien - Prinz Harry (41) befindet sich derzeit in Großbritannien, um vor Gericht gegen einen großen Zeitungsverlag auszusagen - und zeigte sich dabei überraschend emotional.

Prinz Harry (41) zeigte sich diese Woche im Gerichtssaal sichtlich emotional.
Prinz Harry (41) zeigte sich diese Woche im Gerichtssaal sichtlich emotional.  © Jordan Pettitt/PA Wire/dpa

Zuvor hatte der Herzog von Sussex gemeinsam mit weiteren Prominenten eine Klage gegen die "Associated Newspapers Limited" eingereicht, da der Verlag angeblich auf illegale Weise Informationen beschafft haben soll.

Zu diesem Verlag gehören unter anderem die "Daily Mail"und die "Mail on Sunday", so Page Six.

Harry warf dem Verlag vor, dass private Details, die in der Presse erschienen, nur aus unrechtmäßigen Quellen stammen konnten, die eigentlich ausschließlich innerhalb vertrauensvoller Beziehungen geteilt wurden.

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Außerdem deutete er an, dass Privatdetektive engagiert und möglicherweise Sprachnachrichten abgehört sowie private Nachrichten mitgelesen worden seien. Während der Befragung wurde Harry gefragt, wie ihn das Verfahren bisher habe fühlen lassen.

2020 legten Meghan Markle (44) und Prinz Harry ihre royalen Pflichten nieder und zogen in die USA.
2020 legten Meghan Markle (44) und Prinz Harry ihre royalen Pflichten nieder und zogen in die USA.  © Matt Dunham/AP/dpa

Prinz Harry zog Parallelen zu seiner Mutter, Prinzessin Diana

Prinz Harrys Schicksal erinnert an die dramatische Geschichte seiner Mutter, Prinzessin Diana (†36). (Archivbild)
Prinz Harrys Schicksal erinnert an die dramatische Geschichte seiner Mutter, Prinzessin Diana (†36). (Archivbild)  © Martin Keene/PA Wire/dpa

"Es ist eine schreckliche Erfahrung. (…) Sie machen weiterhin Jagd auf mich. Sie haben das Leben meiner Frau zu einem absoluten Elend gemacht", sagte Harry in Bezug auf die Paparazzi, die ihn und Meghan Markle (44) nicht in Ruhe ließen, bevor sie in die USA auswanderten.

Ein entscheidender Grund, warum Harry und Meghan 2020 ihre royalen Pflichten niederlegten und mit ihrer Familie in die USA zogen, war unter anderem die intensive Medienberichterstattung und die ständige Beobachtung durch die Presse.

Er sprach zudem von einer "wiederkehrenden traumatischen Erfahrung", die sich wie eine "Wiederholung der Vergangenheit" angefühlt habe - eine Anspielung auf seine Mutter, Prinzessin Diana (†36). Auch sie war von Paparazzi verfolgt worden, was 1997 in Paris in einer dramatischen Verfolgungsjagd und einem tödlichen Autounfall seinen Höhepunkt fand.

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"Ich habe nie geglaubt, dass mein Leben von diesen Leuten kommerzialisiert werden kann, als wäre es Freiwild", sagte Harry auch und nennt die Vorstellung, er habe keinerlei Recht auf Privatsphäre, "abstoßend".

Beim Verlassen des Gerichtssaals standen dem 41-Jährigen Tränen in den Augen. Der Prozess wird fortgesetzt, der beschuldigte Verlag weist die Anschuldigungen zurück.

Titelfoto: Jordan Pettitt/PA Wire/dpa

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