Vorwürfe der Menschenrechtsverletzung: Organisation fordert Rücktritt von Prinz Harry
Afrika - Schwere Vorwürfe gegen die Naturschutzorganisation "African Parks": Ranger sollen indigene Völker "vergewaltigt und gefoltert" haben. Prinz Harry (41) steht deshalb zunehmend unter Druck und soll sich nun von der Charity-Organisation distanzieren.
Denn der Herzog von Sussex war über Jahre hinweg eng mit der Organisation verbunden, die heute 24 Schutzgebiete in 13 afrikanischen Ländern verwaltet.
Wie The Sun nun berichtete, hatte es bereits vor rund zwei Jahren erste Hinweise darauf gegeben, dass "African Parks" Ranger finanziert haben soll, denen Menschenrechtsverletzungen an indigenen Gemeinschaften vorgeworfen wurden.
Im Zentrum der Anschuldigungen stehen Vorfälle im Odzala-Kokoua-Nationalpark. Die Parkwächter sollen dort der Baka-Bevölkerung Schläge, Folter und Vergewaltigungen zugefügt haben.
Ein Vertreter der Baka erklärte: "Die Art und Weise, wie African Parks uns hier behandelt, ist gewalttätig."
Eine von "African Parks" selbst in Auftrag gegebene Untersuchung kam im Mai 2025 ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Menschenrechtsverletzungen stattgefunden haben sollen.
Nachdem der Missbrauch ans Licht gekommen war, hatte sich die Organisation verpflichtet, die Zusammenarbeit mit kongolesischen Menschenrechtsgruppen zu verstärken.
Prinz Harry soll von "African Parks" zurücktreten
Doch vergangene Woche forderte "Survival International", eine Organisation, die sich für die Rechte indigener Völker einsetzt, den Prinzen dazu auf, von seinem Posten im Vorstand von "African Parks" zurückzutreten - wegen der anhaltenden mutmaßlichen Missstände.
In einer aktuellen Stellungnahme hieß es, die Probleme vor Ort seien weiterhin nicht gelöst. Zudem kritisierte die Organisation Harrys Teilnahme an einer kürzlich stattgefundenen Spendenveranstaltung, bei der "African Parks" versucht habe, zusätzliche Spendengelder zu sammeln.
"Es ist unglaublich, dass Harry weiterhin African Parks unterstützt, obwohl deren Ranger schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen an den Baka begangen haben sollen", so eine Sprecherin von "Survival International".
Vertreter von Prinz Harry verweisen auf eine Stellungnahme von "African Parks" aus dem Mai 2025. Darin hieß es unter anderem, man werde in Odzala Maßnahmen gegen Mitarbeiter ergreifen, die an bisher unbekannten Vorfällen beteiligt gewesen seien oder bei denen bekannte Fälle nicht ausreichend aufgearbeitet worden waren - sofern entsprechende Beweise vorliegen.
Titelfoto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

