Sexualisierte Deepfakes von Belgiens Kronprinzessin auf Facebook: Palast greift ein
Brüssel (Belgien) - Nicht nur in Deutschland lösen Deepfakes, also KI-generierte Bilder und Videos, im Netz gerade hitzige Debatten aus. Auch im belgischen Königshaus sorgt das Thema für Wirbel.
Der Grund: Die belgische Kronprinzessin Elisabeth (24) wurde wochenlang Opfer manipulierter Videos und Fotos, die in den sozialen Medien kursierten.
Über ein gefälschtes Facebook-Profil hatte ein User über mehrere Wochen Dutzende, teils sexualisierte, Inhalte im Namen der Prinzessin geteilt und mit den KI-generierten Montagen Hunderte Likes und Kommentare gesammelt.
Neben privat anmutenden Schnappschüssen mit Familie und Freunden, auf denen Elisabeth etwa an der Seite ihrer jüngeren Schwester Eléonore (17) oder zusammen mit Prinzessin Leonor von Spanien (20) zu sehen war, tauchte auch ein Video auf, das die 24-Jährige in knapper Kleidung zeigen soll.
Bauchfrei und mit tiefem Ausschnitt tanzte die Kronprinzessin darauf scheinbar aufreizend vor den Gitterstäben einer Gefängniszelle.
Belgischer Palast reagiert: Fake-Profil von Kronprinzessin Elisabeth wohl gelöscht
Inzwischen hat das belgische Königshaus auf die Fälschungen reagiert: Wie ein Sprecher des Palastes gegenüber der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws bestätigte, habe man "alle notwendigen Maßnahmen ergriffen", um die manipulierten Inhalte schnellstmöglich offline zu nehmen.
Das Fake-Profil der Kronprinzessin ist mittlerweile nicht mehr erreichbar.
Es ist nicht das erste Mal, dass Elisabeth Opfer von Deepfakes wird. In der Vergangenheit hatte bereits ein vermeintliches Pärchenfoto mit Prinz Georg von Liechtenstein (26) im Netz für Aufregung gesorgt und Gerüchte über eine königliche Liebesbeziehung entfacht.
Doch der angebliche Urlaubs-Schnappschuss der beiden Nachwuchs-Royals war ebenfalls KI-generiert, wie das Fürstenhaus Liechtenstein später in einem offiziellen Dementi klarstellte.
Titelfoto: picture alliance/dpa/BELGA | Jasper Jacobs

