Netflix schockt mit Live-Event: Vater klettert Wolkenkratzer komplett ohne Sicherung hoch!

Taiwan - Ein Extremsportler hat in Taipeh eines der höchsten Gebäude der Welt erklommen - ohne jede Sicherung! Der Streaminganbieter Netflix übertrug das riskante und umstrittene Spektakel "Skyscraper live" in der Nacht auf Sonntag (deutscher Zeit) vorsichtshalber leicht verzögert.

Alex Honnold (40) kletterte ohne Sicherung!  © dpa/AP | ChiangYing-ying

Als US-Kletterer Alex Honnold (40) versuchte, den 508 Meter hohen Wolkenkratzer "Taipei 101" in der Hauptstadt Taiwans zu besteigen, war ein Millionenpublikum live, aber mit zehn Sekunden Verzögerung, dabei. Eine Vorbereitung für das Worst-Case-Szenario - einen Absturz in den Tod vor den Augen der Weltöffentlichkeit.

Doch nach einer Stunde und 32 Minuten hatte es der Freeclimber tatsächlich unbeschadet geschafft! "Ich bin total gehypt, unglaublich!", sagte Honnold nach dem Erklimmen.

Ursprünglich wollte der Vater von zwei Kindern bereits am Samstag das Gebäude hinauf. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen wurde die Aktion jedoch um einen Tag verschoben.

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Das Event war dabei im Vorhinein massiv kritisiert worden: "Menschen dabei zuzusehen, wie sie sich in eine Todesrisiko-Situation begeben, halte ich persönlich für ethisch nicht vertretbar", sagte zum Beispiel der deutsche Medien- und Sportwissenschaftler Thomas Horky dem Schweizer Rundfunksender SFR.

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Honnold hebt die Hände, nachdem er ohne Sicherung auf den Wolkenkratzer Taipei 101 geklettert ist.  © dpa/AP | ChiangYing-ying

Alex Honnold bezwingt Taipeh 101: Kritik kann er "total verstehen"

Der Kletterer wurde für seine Aktion nicht nur gefeiert.  © dpa/AP | Chiang Ying-ying

Honnold selbst betonte im Vorhinein, dass es ihm bei seiner Aktion nicht darum gehe, den Zuschauern einen Schrecken einzujagen: "Ich nehme an, dass es den meisten Zuschauern etwas unangenehm sein wird, sich das Ganze anzusehen. Aber ich hoffe, dass sie etwas von meiner Freude an diesem Erlebnis spüren – dass sie den Spaß und die Schönheit, die Landschaft, einfach das ganze Erlebnis zu schätzen wissen."

Laut New York Times bekam der 40-Jährige eine mittlere sechsstellige Summe für die Aktion überwiesen. Er selbst sprach nur von einem "peinlich hohen Betrag" und davon, dass er Taipei 101 auch umsonst bestiegen hätte.

Rund zweieinhalb Monate hatte er sich für diesen speziellen Aufstieg vorbereitet.

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Kritik an dem Wolkenkratzer-Projekt könne er "total verstehen". "Die Leute schauen auf das Projekt und sagen: Das ist riskant oder gefährlich. Aber für mich ist es nicht so viel anders als das, was ich sonst mache", sagte der Kletterer, der durch den Doku-Film "Free Solo" über die Szene hinaus Bekanntheit erlangte.

Der erste Mensch, der das elfthöchste Gebäude hochklettert, war der US-Amerikaner übrigens nicht. 2004 hatte Alain Robert dies bei der Eröffnung des Taipeh 101 ebenfalls getan. Anders als Honnold war der Franzose damals aber gesichert!

Erstmeldung: 24. Januar, 22.28 Uhr; zuletzt aktualisiert: 25. Januar, 7.46 Uhr

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