Volksfest-Tumult: Eine Glasscherbe ändert Annabelles Leben nachhaltig

Mainz - Annabelle Krukow (33) will mit ihren Freundinnen den Abschluss eines Mainzer Volksfestes feiern. Die scheinbare Lappalie, welche ihr aber dort widerfährt, wird das Leben der jungen Frau nachhaltig beeinflussen.

Annabelle Krukow (33) spricht über das Erlebte.
Annabelle Krukow (33) spricht über das Erlebte.  © ZDF/Ben Knabe

Zum Abschluss der Johannisnacht 2023 gibt es ein großes Feuerwerk am Rheinufer. Die Stimmung ist ausgelassen, aber auch einige Betrunkene taumeln umher.

"Es war auf einmal laut hinter mir und ich habe gemerkt, dass es eine Rangelei gab", erinnert sich Annabelle in der ZDF-Reihe "37 Grad Leben" zurück. Ein Betrunkener wirft mit Gegenständen um sich, trifft auch die heute 33-Jährige.

Sie spürt eine Berührung am Fuß von einer an ihrem Bein splitternden Glasflasche. Annabelle sagt ihren Freundinnen zwar, dass es wehgetan habe, doch die jungen Frauen laufen weiter. Bis eine sieht, wie stark Annabelle blutet.

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Die Wunde wird dick, die Friseurmeisterin fährt in derselben Nacht mit einem Taxi ins Krankenhaus. "Ich kam mir absurd vor, weil ich wegen einer Schnittverletzung in der Notaufnahme saß." Doch die Entscheidung ist die richtige.

Ein Röntgenbild zeigt, dass sich noch kleine Glassplitter im Fuß befinden. Später wird sogar eine durchtrennte Sehne festgestellt. Die Ärzte hätten ihr gesagt: "Wenn wir die Sehne nicht mehr finden, könnte es mit dem Laufen schlecht aussehen."

Der Vorfall ereignete sich 2023 bei der Mainzer Johannisnacht.
Der Vorfall ereignete sich 2023 bei der Mainzer Johannisnacht.  © Andreas Arnold/dpa

37 Grad Leben (ZDF): "Ich habe Angst, dass diese Schmerzen für immer bleiben"

Leidet noch heute unter der Tat, zu der es keinen Verantwortlichen gibt: Annabelle.
Leidet noch heute unter der Tat, zu der es keinen Verantwortlichen gibt: Annabelle.  © ZDF/Ben Knabe

Noch im Krankenhaus erstattet Annabelle Kukow Anzeige. Eine Freundin findet sogar die "Tatwaffe" und bringt sie zur Wache, damit möglicherweise Fingerabdrücke extrahiert werden können. Doch die Anzeige wird eingestellt, da kein Täter ermittelt werden kann.

"Es gibt da draußen einen Menschen, der gar nicht weiß, was er verursacht hat. Diesen Menschen kennt sie nicht mal. Wie soll man jemandem vergeben, den man nicht mal kennt?", fragt sich ihr Partner Niclas, den sie im Schmerz-Zentrum kennengelernt hat.

Auch Monate und Jahre später kämpft Annabelle noch mit den Folgen. Sie gibt ihre Selbstständigkeit auf, leidet an Verfärbungen ihres betroffenen Fußes.

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Und: "Ich habe Angst, dass diese Schmerzen für immer bleiben und nie vollends weggehen."

Die Doku "Leben nach der Gewalt" der "37 Grad Leben"-Reihe zeigt das ZDF am Sonntag (22. März) ab 9.03 Uhr. In der ZDFmediathek ist sie bereits abrufbar.

Titelfoto: Bildmontage: Andreas Arnold/dpa ; ZDF/Ben Knabe

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