Brutaler Überfall auf 24-Jährige: Polizei hofft auf neue Hinweise durch "Aktenzeichen XY"
Hamburg - Ein brutaler Angriff auf eine junge Frau beschäftigt die Hamburger Polizei bis heute. Mehr als ein Jahr nach der Tat wird der Fall nun neben gleich zwei weiteren Fällen aus Norddeutschland in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… Ungelöst" vorgestellt. Die Ermittler hoffen auf neue Hinweise aus der Bevölkerung.
Der Überfall ereignete sich am späten Abend des 14. Dezember 2024 auf der Kieler Straße in Hamburg-Stellingen.
Gegen 23.15 Uhr war eine damals 24-jährige Frau auf dem Gehweg zwischen dem Basselweg und der Warnstedtstraße unterwegs, als ihr ein unbekannter Mann entgegenkam und ihr den Weg versperrte.
Ohne jede Vorwarnung soll der Täter der jungen Frau mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.
Doch damit nicht genug: Nach Angaben der Polizei setzte der Angreifer seine Attacke fort. Die Frau stürzte zu Boden, wo der Täter weiterhin auf sie einwirkte.
Anschließend durchsuchte er die 24-Jährige offenbar gezielt nach Wertgegenständen - jedoch ohne etwas zu finden. Schließlich flüchtete er in Richtung einer nahe gelegenen Tankstelle an der Warnstedtstraße und verschwand unerkannt.
Die verletzte Frau ging zunächst nach Hause und erstattete später Anzeige bei der Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung führte bis heute nicht zum Erfolg. In der Hoffnung auf neue Hinweise wird der Fall am Mittwoch (3. Juni 2026, um 20.15 Uhr) in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst" vorgestellt.
Ein Ermittler des Eimsbütteler Raubdezernats (LKA 134) wird dazu live im Studio die bisherigen Erkenntnisse schildern.
Cold Case Katrin Konert bei "Aktenzeichen XY": "Es muss jemanden geben, der weiß, was passiert ist"
Neben dem Hamburger Raubüberfall wird in der morgigen Sendung auch ein ungeklärter Diebstahl aus einem Lkw auf dem A7-Parkplatz Ohe bei Rendsburg thematisiert.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Fahrer vor der Tat möglicherweise durch ein eingeleitetes Gas betäubt wurde.
In der Sendung werden der Tathergang rekonstruiert und ein Bild der gestohlenen Halskette gezeigt. Die Kriminalpolizei Rendsburg hofft auf neue Hinweise aus der Bevölkerung.
Außerdem rückt der seit 2001 ungeklärte Vermisstenfall Katrin Konert aus dem Wendland erneut in den Fokus.
Die Polizei Lüchow will die Ausstrahlung nutzen, um mit einem neuen Hinweisbogen bereits bekannte Informationen und zeitliche Abläufe zu überprüfen. Dieser richtet sich sowohl an neue Hinweisgeber als auch an Personen, die in dem Fall bereits von der Polizei befragt wurden.
"Es muss jemanden geben, der weiß, was passiert ist", so Ermittlerin Annegret Dau-Rödel vom Kriminalermittlungsdienst Lüchow. Auch nach vielen Jahren seien selbst vermeintlich kleine Erinnerungen für die Ermittlungen des Cold Cases von Bedeutung.
Erstmeldung am 2. Juni um 11.41 Uhr, aktualisiert um 17.11 Uhr.
Titelfoto: ZDF/Nadine Rupp

