Lahr - Mehr als 25 Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Assistenzarztes Dr. Bernhard Benz setzt die Kripo Offenburg auf modernste Technik und die Unterstützung der Öffentlichkeit. Am Mittwochabend (6. Mai) wird der ungeklärte Fall bundesweit in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" vorgestellt.
Am Abend des 21. Januar 2000 verließ der 39-jährige Dr. Benz gegen 19.30 Uhr seinen Arbeitsplatz im Lahrer Herzklinikum. Sein Ziel war der nahegelegene Bahnhof für die Heimreise, wo er jedoch nie ankam.
Bereits um 20.15 Uhr fanden Passantinnen den Familienvater leblos in einem Grünstreifen an der Römerstraße. Die Rechtsmedizin stellte damals massive Gewalteinwirkung im Halsbereich als Todesursache fest.
Trotz einer Sonderkommission und der Auswertung von über 500 Spuren blieb die Tat damals ungeklärt. Anfang 2026 wurde dann eine neue Ermittlungsgruppe aus Todesfallermittlern, Kriminaltechnikern sowie IT- und Finanzspezialisten ins Leben gerufen.
Dank verbesserter kriminaltechnischer Verfahren werden vorhandene DNA-Spuren sowie digitale Daten nun neu bewertet. Insbesondere Hinweise aus dem damaligen beruflichen Umfeld des Opfers führten zur Wiederaufnahme des Falls.
Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass sich Opfer und Täter kannten und eine Begegnung in einer eskalierenden Auseinandersetzung endete. Hierzu passt die Beobachtung einer Zeugin, die zur Tatzeit einen lautstarken Streit zwischen zwei Männern auf einem Parkplatz in Bahnhofsnähe wahrnahm.
Zeugen gesucht: 3000 Euro Belohnung
Bis heute fehlen persönliche Gegenstände des Opfers, darunter eine auffällige türkisfarbene Jacke der Marke Schöffel sowie seine Geldbörse.
Die Polizei bittet Personen, die zum Tatzeitpunkt Beobachtungen zum Weg des Arztes oder zu einem haltenden Fahrzeug im Bereich der Römerstraße machen können, sich zu melden.
Für Informationen, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Offenburg unter 0781 21-2820 entgegen. Für die TV-Ausstrahlung am Mittwoch, um 20.15 Uhr, wurde zudem ein spezielles Hinweistelefon eingerichtet: 0781 21-6900.