Bekannt aus TV-Sozialdoku: Bürgergeld-Winni will als Malermeister durchstarten
Görlitz - In der RTL2-Sozialdoku "Armes Deutschland" wurde seine Geschichte von Krankheit, finanziellen Sorgen und dem Leben mit Bürgergeld erzählt. Jetzt schreibt Winni Hoferichter (61) aus Görlitz ein neues Kapitel. Er kämpft für seinen Neuanfang.
Als die Kameras ihn erstmals begleiteten, lebte er von Bürgergeld – obwohl er nichts lieber wollte, als wieder zu arbeiten. Der gelernte Malermeister hatte sich einst erfolgreich selbstständig gemacht.
Doch nach einem doppelten Leistenbruch, einer Krebserkrankung und den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Zeit musste er sein Gewerbe aufgeben. Doch Aufgeben kam für den gebürtigen Berliner nie infrage. "Mit 60 oder 61 ist es schwierig, einen Job zu finden", sagt Hoferichter im Gespräch mit TAG24.
Also setzt er erneut auf die Selbstständigkeit. Die Internetseite steht bereits, erste Aufträge – darunter ein denkmalgeschütztes Treppenhaus – sind in Aussicht.
"Sobald das Amt sagt: Es ist in Ordnung, lege ich los", erklärt er. Die schwere Zeit nutzte Hoferichter für Weiterbildungen, unter anderem im Projektmanagement.
Berlin? Nein danke!
Künftig will er seine Erfahrung als Malermeister mit digitalen Arbeitsabläufen verbinden.
"Ich mache jetzt meine eigene Firma – aber noch besser", sagt er voller Zuversicht. Sein Ziel ist klar: "Ich will raus und einfach arbeiten."
An einen Umzug nach Berlin denkt der Wahlsachse längst nicht mehr. "Nö, ich bleibe hier", sagt Hoferichter.
Sein neuer Firmensitz soll in Görlitz entstehen – dort, wo er sich trotz aller Rückschläge eine zweite berufliche Zukunft aufbauen will.
Titelfoto: xcitepress/Thomas Baier

