Abbruch bei "Bares für Rares": Lichter kann nicht fassen, was seine Gäste fordern

Köln - Wenn Anspruch und Wirklichkeit zu weit auseinanderklaffen, dann droht bei "Bares für Rares" meist der schnelle Abgang. In diesem Fall ziehen die Verkäufer die Reißleine!

Unter den wachsamen Augen von Horst Lichter (63, r.) nimmt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel (57) die Vintage-Leuchten genau unter die Lupe.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Lydia und Daniel betreten das Pulheimer Walzwerk mit großen Hoffnungen. Die beiden Vintage-Fans haben drei Glaskugellampen mitgebracht, die ihnen zwar nach wie vor sehr gut gefallen, aber für die sie aktuell keine Verwendung mehr haben.

Wie das Paar im Gespräch mit Horst Lichter (63) verrät, sei die Deckenhöhe in ihrer Bude einfach zu niedrig. "Wenn ich dieses Braun sehe, denke ich direkt an die 60er-70er Jahre", merkt der Moderator an. Besonders begeistert sieht er jedoch nicht aus.

Und das hat seinen Grund: Die Objekte, die laut den fachkundigen Erläuterungen von Detlev Kümmel (57) aus den Doria-Werken in Fürth stammen, zeigen bereits deutliche Gebrauchsspuren.

Bares für Rares "Bares für Rares": Überzogene Forderung des Verkäufers bringt Experten völlig aus der Fassung

"Die Kabel sind etwas vergilbt und müssen gereinigt werden, aber sie sind noch in gutem Zustand", erklärt der Experte, um auch mal etwas Positives vorzubringen. Doch was sind die drei rund 50 bis 60 Jahre alten Leuchten heute noch wert? Daniel nennt eine Preisvorstellung: "750 Euro."

Lichter reagiert völlig fassungslos: "PRO STÜCK?", platzt es aus dem ehemaligen TV-Koch lautstark heraus. Der Verkäufer bejaht. Er scheint sich des Werts seiner Mitbringsel sehr sicher zu sein.

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"Bares für Rares"-Verkäufer wollen nach Expertise nicht in den Händlerraum

Am Ende entscheiden sich Lydia und Daniel gegen einen Verkauf.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Bedauerlicherweise entpuppt sich die Preisvorstellung als Luftschloss. "Wir sind hier im Bereich, wo der Käufer die Lampen noch weiterverkaufen muss, und die Handelsspanne ist viel größer", erläutert Kümmel die Problematik.

Dementsprechend hart muss er auch auf die Preisbremse treten. Der 57-Jährige hält "300 bis 400 Euro pro Stück" für wesentlich "realistischer". Daraus ergebe sich ein Gesamtwert von maximal 1200 Euro für alle drei Leuchtmittel zusammen.

Das entspricht nur etwa der Hälfte der Wunschsumme von Lydia und Daniel. "Was ich immer noch sehr viel Geld für so Lampen finde", wirft Lichter aufmunternd ein. Am Ende müssen seine Gäste eine Entscheidung treffen - und tun das auch.

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"Es fällt uns nicht so leicht, weil sie uns ja selber auch sehr gut gefallen", betont Daniel. Aktuell könnten sie die Lampen nicht verwenden, aber vielleicht ändere sich das auch mal. Das Paar entscheidet sich deshalb gegen einen Verkauf und nimmt die Vintage-Stücke wieder mit nach Hause.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

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