"Bares für Rares": Überzogene Forderung des Verkäufers bringt Experten völlig aus der Fassung

Köln - Der Wunschpreis eines Verkäufers sorgt bei "Bares für Rares" dafür, dass der Experte völlig die Fassung verliert. Trotzdem nimmt der Kandidat die Händlerkarte an, erlebt aber im Verkaufsraum die nächste Enttäuschung.

Benjamin aus München kommt mit einer überzogenen Forderung zu "Bares für Rares".
Benjamin aus München kommt mit einer überzogenen Forderung zu "Bares für Rares".  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Sehr edel, aber mit Patina", staunt Moderator Horst Lichter (64), als er den Koffer sieht, den Benjamin aus München mit in die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks bei Köln gebracht hat.

Die Eltern des Verkäufers haben das Gepäckstück vor rund 30 Jahren auf einem Antiquitätenmarkt in Bordeaux gesehen und direkt gekauft.

"Die Materialien sind nicht unbedingt wertvoll", erkennt dann sogar der frühere TV-Koch Lichter.

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"Auch bei den Handtaschen spricht das Material nicht für den Preis. Aber Luxusgüter haben einen dauerhaft hohen Wert", erklärt Detlev Kümmel (57), der sich der Expertise annimmt und verrät, dass der Koffer tatsächlich von der französischen Luxusmarke Louis Vuitton stamme.

Allerdings sei das Gepäckstück nicht für Kleidung gemacht, sondern für Damenhüte, denn diese seien um 1900 herum größer geworden.

Die mitgebrachte Kiste haben die Eltern des Verkäufers einst auf einem Antiquitätenmarkt in Bordeaux erstanden.
Die mitgebrachte Kiste haben die Eltern des Verkäufers einst auf einem Antiquitätenmarkt in Bordeaux erstanden.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares
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"Bares für Rares"-Händler sorgen für weitere Enttäuschung beim Verkäufer

Detlev Kümmel (57) ist fassungslos, als er den Wunschpreis des Kandidaten hört.
Detlev Kümmel (57) ist fassungslos, als er den Wunschpreis des Kandidaten hört.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Der Zustand des Koffers sei allerdings nicht mehr allererste Sahne. "Der Verschleiß ist schon erkennbar", merkt der Sachverständige an, der davon ausgehe, dass das Objekt zwischen 1901 und 1914 in London gekauft worden sei.

Für das lädierte Gepäckstück möchte der Münchener trotzdem noch 8000 Euro haben. "In dem Zustand?", will der Experte, der völlig die Fassung verliert, in rauem Ton wissen.

"Ich hoffe Sie denken noch mal über Ihre Schmerzgrenze nach", gibt der 57-jährige Sachverständige nochmals zu verstehen und schätzt den Koffer auf 6000 Euro.

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Nach kurzer Überlegung stimmt Benjamin zu und nimmt die Händlerkarte von Horst Lichter entgegen. Doch im Verkaufsraum folgt die nächste Enttäuschung. Das höchste Gebot kommt von Julian Schmitz-Avila (39), der bereit ist, 4500 Euro zu zahlen.

"Mit 5000 Euro bin ich zufrieden", schraubt der Kandidat aus Bayern seinen Wunschpreis herunter. Der 39-jährige Händler stimmt zu und schließt den Deal für 5000 Euro ab.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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