Als "Bares für Rares"-Händler den Preiswunsch des Verkäufers hört, wird er deutlich

Köln - Ein Verkaufsobjekt sorgt bei "Bares für Rares" für Uneinigkeit: Während die Expertin über alle Maßen schwärmt, ist die Stimmung im Händlerraum weit weniger euphorisch.

Günther (l.) aus Schwalmtal ist mit einer antiken Brosche zu "Bares für Rares" gekommen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Oh, wow", staunt Moderator Horst Lichter (64) über die funkelnde Brosche, die Günther aus Schwalmtal mit in das Pulheimer Walzwerk bei Köln gebracht hat. "Das stammt von meiner Ur-Urgroßmutter", verrät der Studio-Gast über die Herkunft des Familienschatzes.

Als Expertin Heide Rezepa-Zabel (60) das Etui aus Ziegenleder mit dem Schmuckstück auf dem königsblauen Samtbezug aus der Nähe betrachtet, kann sie sich vor Begeisterung kaum zügeln: "Toll, toll, toll, toll, toll!", platzt es aus ihr heraus.

Für den einfachen Arbeiter war das antike Stück, welches in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus 750er-Gold gefertigt wurde, nicht gedacht, wie Lichter richtig vermutet. Veredelt wird das Objekt immerhin durch sieben Diamanten.

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Der Wunschpreis des Verkäufers deckt sich mit der Euphorie der Sachverständigen. Satte 3000 Euro fordert Günther für sein funkelndes Mitbringsel. Laut Rezepa-Zabel beträgt der aktuelle Goldpreis rund 1700 Euro.

Unter Berücksichtigung des 1,2 Karat Diamantbesatzes und des "wunderbaren, authentischen, originalen Etuis" taxiert die 60-Jährige den Gesamtwert der Brosche auf 2800 bis 3000 Euro. Der Verkäufer ist zufrieden.

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Das Schmuckstück aus 750er-Gold stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist mit sieben Diamanten besetzt.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Händler quetschen Verkäufer aus: "Sind Sie ein Prinz aus Sachsen-Anhalt?"

Juwelierin Susanne Steiger (43) lässt ihren männlichen Kollegen keine Chance. Sie bietet 2500 Euro und erhält dafür den Zuschlag.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Das sieht antik aus", vermutet Juwelierin Susanne Steiger (43). Sie nimmt das Etui im Auktionsraum als Erste unter die Lupe. "Und es ist auch antik drin", staunt sie, als sie die edle Ziegenleder-Schatulle öffnet.

Ihr Kollege Daniel Meyer (53) hakt augenzwinkernd beim Verkäufer nach: "Sind Sie denn ein Prinz aus Sachsen-Anhalt, dass Sie so teure Broschen anbieten?" Günther verneint und verweist schnell auf den 18-karätigen Feingehalt seines Schmucks.

Steiger eröffnet die Verhandlungen daraufhin mit einem Startgebot von 1500 Euro. Auch Fabian Kahl (34) und Christian Vechtel (51) bekunden ihr Interesse. Vertreiben können sie die Juwelierin aber nicht. Für 2100 Euro hofft sie auf einen Deal.

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Doch Günther wiegelt ab: "Ist zu wenig!", so seine Begründung. Anschließend verrät er seinen Wunschpreis. Kahl bremst ihn jedoch sofort ein. Schmuck aus dieser Zeit sei "nicht mehr so hoch im Kurs". Steiger erhöht dennoch auf 2500 Euro. Der Verkäufer willigt ein. Damit wird die Expertise dann doch um einige Hundert Euro verfehlt.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

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