Aufregung bei "Bares für Rares": Händler flüchtet mit 10.500-Euro-Ring
Köln - So ein prächtiges Schmuckstück landet auch bei "Bares für Rares" nur selten auf dem Tisch. Ein Händler ist gar so sehr geblendet, dass er mit dem Objekt aus dem Studio flüchtet – ohne zu bezahlen.
"Der gehörte meiner Mutter", offenbart Verkäufer Michael aus Beverungen über den Ring, den er mit in die ZDF-Sendung gebracht hat. Seine Frau wolle ihn allerdings nicht tragen: "Weil er ihr einfach zu pompös ist."
Auch Expertin Heide Rezepa-Zabel (60) schwärmt: "Er ist beeindruckend. Mehr als das!" Die goldene Ringschiene stamme aus den 1960er-Jahren. Die darin befindlichen Steine seien wesentlich älter. Vor allem der rote Mittelstein begeistert die 60-Jährige.
Es handele sich dabei um einen natürlichen Rubin "in einer sagenhaften Farbe, ein Himbeerrot". Komplettiert wird die Stein-Trilogie von zwei Diamanten. Dann richtet die Expertin ihre Lampe auf den roten Schmeichler: "Unter meiner UV-Lampe fluoresziert er ja wirklich wunderschön."
Die Altschliffdiamanten schätzt sie auf jeweils ein Karat, den Rubin auf 3,5 Karat. Bei der Bestimmung des exakten Alters muss Rezepa-Zabel jedoch passen. "Es kann Jahrhunderte zurückreichen", hält sie sich vage. Horst Lichter (64) wird ganz hibbelig.
An Michael gerichtet fordert er vielsagend: "Wünsch dir was!" Gemeint ist natürlich der Preis. "Ich wünsche mir mal 10.000 Euro", kontert der Verkäufer. Der Moderator reißt die Augen auf, doch seine Expertin hält sogar 11.000 bis 12.000 Euro für möglich. Wahnsinn!
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"Bares für Rares"-Händler Wolfgang Pauritsch entschuldigt sich für Kurzschlussreaktion
Voller Vorfreude betritt der Gast kurz darauf den Auktionsraum. Dort hat Wolfgang Pauritsch (54) die Ehre, das Kästchen mit dem Ring als Erster zu öffnen. Sein breites Grinsen spricht bereits Bände: "Ja, was haben Sie denn da Schönes mitgebracht?"
Von der Strahlkraft des Rubins geblendet halten auch seine Kollegen den Atem an. Als Pauritsch von Michael die Karat-Zahl erfährt, steckt er sich das Schmuckstück fix an den Finger und flüchtet aus dem Händlerraum.
Wenig später kehrt der Österreicher sichtlich geläutert an seinem Platz zurück. "Entschuldigung. Das war jetzt so mein inneres Ich", erklärt er und reicht den Ring weiter zu Elke Velten-Tönnies. "Wow! Wow! Wow!", jauchzt die 73-jährige Kölnerin sofort.
Das Startgebot kommt aber von Pauritsch und liegt bei 3500 Euro. Lange Bestand hat die Summe allerdings nicht. Schnell ist die Zahl verdoppelt, wenige Augenblicke später sogar verdreifacht. Doch Velten-Tönnies hat das letzte Wort: Sie zahlt 10.500 Euro und erhält dafür den Zuschlag.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

