"Bares für Rares"-Deal bei 3000 Euro fast schon durch: Was dann passiert, kommt unerwartet
Köln - Spektakuläre Wende bei "Bares für Rares": Die Verhandlung ist schon so gut wie vorbei, da liefern sich zwei Händler plötzlich doch noch ein unerwartetes Wettbieten. Der finale Endpreis raubt selbst den Kollegen den Atem.
Pierre aus Fürth hat ein Medaillon-Armband in die ZDF-Trödelshow mitgebracht, das er einst bei einer Auktion ersteigerte. Sein Vorhaben, daraus eine Art Porträt-Anhänger für eine Goldkette machen zu lassen, wurde jedoch von mehreren Goldschmieden abgelehnt.
"Das sieht aus wie ein H, ist aber ein kyrillisches N", doziert Expertin Heide Rezepa-Zabel (60), als sie das Mitbringsel unter die Lupe nimmt. Der Buchstabe stehe für den russischen Zaren Nikolaus I., dessen Todestag am 2. März 1855 auch eingraviert ist.
Moderator Horst Lichter (64) muss beim Anblick des Schmucks sofort an eine Pralinenart denken, die fast genauso aussehe. Die Sachverständige klärt ihn jedoch darüber auf, dass es sich dabei um Andenkenschmuck bzw. Trauerschmuck handelt.
Wie Punzen belegen, wurde das Medaillon-Armband aus 583er-Gold gefertigt - und zwar in St. Petersburg. Das elastische Armband sei "eine sehr frühe, moderne Konstruktion", die es so für die breite Masse erst ab den 1860er-Jahren gab.
Leider entdeckt Rezepa-Zabel auch eine Beschädigung. "Irgendein Grobian hat mal hier geschaut, ob das gefüllt ist", mäkelt die 60-Jährige. Trotzdem taxiert sie den Wert auf 3000 bis 4000 Euro. So wertvoll hatte Pierre sein Objekt im Vorfeld nicht eingeschätzt.
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Bieterkrieg sorgt bei "Bares für Rares" für unerwartet hohen Preis
Auch im Händlerraum herrscht großes Interesse an der über 150 Jahre alten Rarität aus Russland. Wolfgang Pauritsch (54) verzichtet auf einen zögerlichen Start und bietet mit 1000 Euro sogleich mal eine vierstellige Summe.
Bei 3000 Euro von Daniel Meyer (52) scheint das Ende der Fahnenstange dann allerdings bereits erreicht zu sein. Sowohl Pauritsch als auch David Suppes (37) und Elisabeth "Lisa" Nüdling (46) werfen hier nämlich allesamt das Handtuch.
Wie aus dem Nichts meldet sich dann plötzlich noch einmal Benjamin Leo Leo (53) zu Wort und bietet Meyer die Stirn. Zwischen den beiden Männern entbrennt völlig unerwartet ein echter Bieterkrieg. Bei 4000 Euro wähnt sich Leo Leo bereits am Ziel, doch Meyer kontert.
"Boah", staunt Suppes und hält den Atem an: "Das entpuppt sich hier noch zum Highlight!" Erst bei 4800 Euro gibt Meyer auf. Pierre ist ebenfalls sprachlos: "Einfach überwältigend! Mit so viel Geld hätte ich nicht gerechnet!", erklärt der Verkäufer.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

