"Bares für Rares": Ein-Euro-Fund entpuppt sich als echter Picasso - so viel ist er wert!

Köln - Diesen Tag wird Karin Ruhland (65) nicht so schnell vergessen. Nicht nur stellte sich ihr Ein-Euro-Flohmarkt-Fund bei "Bares für Rares" als echte Kostbarkeit heraus, sie lernte ganz nebenbei auch noch ihr großes Idol kennen!

Als Karin Ruhland (65, r.) bei "Bares für Rares" hört, was ihr Ein-Euro-Teller wert sein soll, ist sie völlig aus dem Häuschen.
Als Karin Ruhland (65, r.) bei "Bares für Rares" hört, was ihr Ein-Euro-Teller wert sein soll, ist sie völlig aus dem Häuschen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Ich find' den so toll. Das ist so ein toller Mann!", schwärmt die Verkäuferin kurz bevor sie in der Montagsausgabe mit ihrem Objekt die heiligen Hallen der Trödelshow im Pulheimer Walzwerk bei Köln betritt.

Gemeint ist natürlich Moderator Horst Lichter! Der 62-Jährige ist der Grund, warum sich Karin überhaupt für das Format beworben hat. Weil es aber eben nun mal zur Sendung dazugehört, hat sie auch ein Verkaufsobjekt mitgebracht - einen Teller.

Für die "Grabbelkisten"-Entdeckung hat die Erzieherin nach eigenen Angaben nur einen Euro hingelegt. Als Expertin Friederike Werner das hört, muss sie kräftig schlucken. Denn auf der Unterseite ist ein besonderer Künstler verewigt.

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"Es handelt sich um einen sehr hübschen Keramikteller, der entworfen worden ist von Pablo Picasso", erklärt die 62-jährige Kunsthistorikerin. Lichter glaubt, sich verhört zu haben und hakt nach: "Ein echter Picasso-Teller, kein nachgemachter?"

Als die Expertin ein weiteres Mal die Echtheit bestätigt, kippt die Verkäuferin beinahe aus den Latschen. Doch was ist der Sensationsfund wert?

Die handbemalte Keramik aus dem Jahr 1954 stammt von Pablo Picasso und ist lediglich in einer Auflage von 500 Stück auf den Markt gebracht worden.
Die handbemalte Keramik aus dem Jahr 1954 stammt von Pablo Picasso und ist lediglich in einer Auflage von 500 Stück auf den Markt gebracht worden.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Verkäuferin erzielt 2100-fachen Kaufpreis für echten Picasso-Teller

Händler Julian Schmitz-Avila (37) sichert sich den Picasso-Teller für satte 2100 Euro.
Händler Julian Schmitz-Avila (37) sichert sich den Picasso-Teller für satte 2100 Euro.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Das Objekt zeigt mit dem berittenen Stierkämpfer (Picador) eines der Lieblingsmotive des Pinsel-Virtuosen. Zudem sei die handbemalte Keramik aus dem Jahr 1954 lediglich in einer Auflage von 500 Stück auf den Markt gebracht worden.

Karin wünscht sich 100 Euro für ihren Teller. Lichter muss laut lachen. "Komm her, du bist so süß", entgegnet der 62-Jährige und nimmt seine Besucherin in den Arm. Werner hält derweil einen Schätzpreis von 3000 bis 5000 Euro für realistisch.

"Ich werd' verrückt", platzt es aus der Verkäuferin heraus. Anschließend trommelt die Erzieherin so heftig auf dem Tresen herum, dass Lichter den Teller festhalten muss, damit dieser nicht umkippt.

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Auch im Händlerraum stößt ihr Stück auf große Begeisterung, die Traum-Expertise wird dann aber doch deutlich verfehlt. Fast alle Anwesenden reißen sich um den Picasso. Letztlich sichert sich Julian Schmitz-Avila (37) den Teller für stolze 2100 Euro.

Angesichts des geringen Kaufpreises von nur einem Euro zeigt sich die Verkäuferin mit der 2100-fachen Wertsteigerung zum Abschluss ihres Besuchs trotzdem "total zufrieden".

"Bares für Rares" läuft von montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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