Bares für Rares: Expertin entlarvt üblen Betrug, TV-Gäste müssen Show sofort verlassen

Köln - Mit einem Fundstück vom Antikmarkt möchte ein Paar aus Düsseldorf bei "Bares für Rares" ordentlich Kasse machen. Was dann aufgedeckt wird, beendet den Auftritt sofort!

Maria Gechou und ihr Freund Bert Solbach wollen bei "Bares für Rares" mit einem Fundstück vom Antikmarkt abräumen.
Maria Gechou und ihr Freund Bert Solbach wollen bei "Bares für Rares" mit einem Fundstück vom Antikmarkt abräumen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Wie so viele vor ihnen, hofften auch Maria Gechou und ihr Freund Bert Solbach auf den ganz großen Moment in der beliebten ZDF-Trödelshow. Das Paar ist mit einer Lampe in Form einer Katze in das Pulheimer Walzwerk bei Köln gekommen.

Um das gute Stück in ihren Besitz zu bringen, hatte die Verkäuferin satte 480 Euro an den Händler abgedrückt, wie sie im Gespräch mit Moderator Horst Lichter (63) offenbart. Erst zu Hause sei ihr aufgefallen, dass das Leuchtmittel gar nicht zu ihrer Einrichtung passe.

Doch hatte Maria auf dem Antikmarkt überhaupt eine echte Rarität erworben? Im Rahmen ihrer eigenen Recherche bemerkte die Angestellte eines Krankenhauses, dass die Bronze-Figur doch recht häufig im Internet auftaucht, allerdings nie in Verbindung mit der Lampe.

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Jetzt soll Klarheit her, und wer wäre dafür besser geeignet als Friederike Werner? Doch die Expertin hat schlechte Nachrichten: "Dieser Entwurf ist wirklich aus den 20er-Jahren, der Entwurf wohlgemerkt, nicht aber diese Ausführung", läutet sie die bittere Wende ein.

Es handele sich um eine Figur im Stil von Michele Decault - Art Déco. "Aber leider ist sie nicht original", stellt die Sachverständige klar. Die Lampe sei zwar aus Bronze, doch bedauerlicherweise handele es sich nur um einen Nachguss, vermutlich aus den 1980er- oder 1990er-Jahren. Auweia ...

Mehr Schein als Sein: Diese Katzenleuchte ist keine echte Antiquität, sondern nur eine billige Nachahmung aus den 1980er- oder 1990er-Jahren.
Mehr Schein als Sein: Diese Katzenleuchte ist keine echte Antiquität, sondern nur eine billige Nachahmung aus den 1980er- oder 1990er-Jahren.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter schickt Verkäufer nach Hause

Moderator Horst Lichter (63) kann diesmal leider keine Händlerkarte an seine Gäste übergeben.
Moderator Horst Lichter (63) kann diesmal leider keine Händlerkarte an seine Gäste übergeben.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Während sie den fachkundigen Ausführungen von Werner lauschen, entgleiten den Verkäufern immer mehr die Gesichtszüge. Was außerdem für einen klaren Betrug spricht: "Es fehlt die alte Patina. Die Oberfläche wurde künstlich auf Alt getrimmt – aber sie ist nicht authentisch."

Die bittere Erkenntnis trifft die Verkäuferin hart. Lichter ahnt es schon, hakt aber sicherheitshalber noch einmal bei seiner Expertin nach: "Das ist also falsch? Der Stempel ist falsch?" Mehr als ein bedauerliches Nicken gibt's von Werner nicht mehr.

Dann spricht der ehemalige TV-Koch gegenüber seinen Gästen das Unvermeidliche aus: "Das ist jetzt sicher wahnsinnig enttäuschend für euch. Aber das ist keine Antiquität, keine Rarität – und deshalb kann ich euch leider keine Händlerkarte geben."

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Maria wurde auf dem Antikmarkt eiskalt übers Ohr gehauen. 480 Euro ist die falsche Katze nicht wert. "Ich habe mich von der Lampe blenden lassen", gibt die Düsseldorferin geknickt zu. Dann müssen sie und ihr Partner das Studio verlassen.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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