Entsetzen bei "Bares für Rares": ZDF-Expertin deckt Manipulation auf, Seniorin beteuert ihre Unschuld
Köln - Anke möchte bei "Bares für Rares" ein teures Erbstück verkaufen. Doch die ZDF-Expertin entlarvt eine dreiste Manipulation. Moderator Horst Lichter (64) verdächtigt einen "Schweinehund von Goldschmied".
Die Trödelshow-Kandidatin aus Menden (NRW) hat ein Diamant-Armband in das Pulheimer Walzwerk bei Köln mitgebracht. "Ich wüsste nicht, wo ich das tragen sollte", begründet sie gegenüber dem ehemalige TV-Koch ihre Verkaufsabsicht.
Laut Expertin Wendela Horz stammt das Objekt aus den 1970er-Jahren. Zur Herstellung wurde 750er-Weißgold verwendet. Vor allem die Blütengirlande aus Diamanten begeistert die 56-Jährige: "Ganz toll", schwärmt sie.
Als die Sachverständige das Armband kurz darauf genauer unter die Lupe nimmt, kommt sie jedoch einer dreisten Manipulation auf die Schliche. Einige Steine wurden ausgetauscht. Wo vorher einmal "Viertelkaräter" drin waren, fänden sich jetzt nur noch billige Imitationen.
Besitzerin Anke klappt vor Fassungslosigkeit die Kinnlade runter. Gleichzeitig beteuert sie, von der Schummelei nichts gewusst zu haben. "Wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass die Farbe etwas anders ist", untermauert Horz ihre Erkenntnis.
Sie würden den Übeltäter gerne persönlich in die Finger kriegen. Lichter glaubt derweil, dass "ein Schweinehund von Goldschmied" die Diamanten ausgetauscht haben könnte. Dennoch hofft die Verkäuferin auf 3000 Euro. Die Expertin reduziert den Wert auf 2300.
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"Bares für Rares"-Verkäuferin gibt Schmuckstück weit unter Wunschpreis ab
Auch für diese Summe würde sich Anke von dem Geschenk ihrer Patentante trennen. Und so gibt's von Lichter auch die begehrte Händlerkarte. Im Auktionsraum zeigt Elke Velten-Tönnies (73) sofort Interesse und fragt: "Wie viel Karat haben wir hier?"
"1,9", verrät Anke. Anschließend gibt sie dann auch noch offen und ehrlich zu, was sie im Rahmen der Expertise erfahren hat. Aufgrund des aktuell hohen Goldwertes startet Julian Schmitz-Avila mit einem Gebot von 1500 Euro in die Verhandlungen.
Beim Stand von 1700 Euro ist der 39-Jährige bereits der letzte verbliebene Interessent. Mehr möchte aber auch er nicht ausgeben. Anke zieht ihren finalen Trumpf und nennt den Schätzpreis. Schmitz-Avila reißt die Augen auf: "2300 Euro?", hakt er ungläubig bei seinem Gegenüber nach.
Entgegenkommend erhöht er dann aber immerhin noch auf 1800 Euro. Aus Mangel an Alternativen stimmt Anke dem Deal zu. Ihren Wunschpreis verfehlt sie damit deutlich. Diesen Tag hatte sich die Nordrhein-Westfälin definitiv anders vorgestellt.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

