Gebote-Hagel bei "Bares für Rares": Schatz der toten Ehefrau geht für Megasumme weg

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Köln - Roland aus Wilstedt möchte bei "Bares für Rares" eine Brosche seiner verstorbenen Ehefrau verkaufen. Schon der Schätzpreis macht ihn sprachlos. Im Händlerraum geht das gute Stück schließlich komplett durch die Decke.

Mit einer Brosche seiner verstorbenen Frau möchte Roland (l.) aus Wilstedt bei "Bares für Rares" sein Glück versuchen.
Mit einer Brosche seiner verstorbenen Frau möchte Roland (l.) aus Wilstedt bei "Bares für Rares" sein Glück versuchen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Der Familiengeschichte zufolge soll das Stück beim Juwelier Hemmerle in München gekauft worden sein", erklärt der Studio-Gast gegenüber Moderator Horst Lichter (64). Das Unternehmen zählt zu den exklusivsten Schmuckherstellern der Welt.

Optisch erinnert das Accessoire an einen Käfer. Für den Körper wurde eine weiße Mabé-Perle verwendet, wie Expertin Wendela Horz beeindruckt anmerkt. Als Augen trägt das Insekt Smaragde.

Hergestellt wurde die Brosche in den 1950er-Jahren aus 750er-Gold. Und zwar "komplett in Handarbeit". Die 56-Jährige glaubt an eine Auftragsarbeit, nur an der Hemmerle-Theorie hat sie erhebliche Zweifel. "Ganz ohne Punzen" sei völlig untypisch für den Luxus-Juwelier.

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Doch die verwendeten Materialien sind allesamt hochwertig. Flügel, Kopf und Körper des Käfers wurden zusätzlich mit etlichen Diamanten besetzt. "Das sind insgesamt um die zwei Karat", führt die Sachverständige weiter aus.

Ungewöhnlich ist hingegen eine Blume aus Silber mit Diamantrosen auf dem Insekten-Korpus. "Das ist Teil eines alten Schmuckstücks aus dem 19. Jahrhundert, das jemand auf der neuen Brosche haben wollte", vermutet Horz.

Die Käfer-Brosche besteht aus 750er-Gold und wurde mit Diamanten und Smaragden besetzt. Schätzwert: 2500 bis 3000 Euro.
Die Käfer-Brosche besteht aus 750er-Gold und wurde mit Diamanten und Smaragden besetzt. Schätzwert: 2500 bis 3000 Euro.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares
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Im "Bares für Rares"-Händlerraum überschlagen sich die Gebote

Antiquitätenhändler Anaisio Guedes (50, l.) legt dem Verkäufer satte 4700 Euro für das außergewöhnliche Schmuckstück auf den Tisch.
Antiquitätenhändler Anaisio Guedes (50, l.) legt dem Verkäufer satte 4700 Euro für das außergewöhnliche Schmuckstück auf den Tisch.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Bleibt nur noch die Frage zu klären, ob sich die ausgeprägte Lobeshymne auch auf den Wert des Objekts niederschlägt? Klare Antwort: Ja! Roland hätte gern 2000 Euro für die materielle Erinnerung an seine verstorbene Frau. Horz lächelt bereits …

Allein der reine Goldwert liege bereits bei "grob 1400 Euro". Insgesamt taxiert sie den Wert des Ansteckkäfers "mit der emaillierten schwarzen Zeichnung am Kopf" auf 2500 bis 3000 Euro. Der Verkäufer ist sprachlos - aber glücklich.

Kaum ist die Brosche im Händlerraum enthüllt, brandet auch schon Jubel auf. "Tolles Tier", "Wahnsinn", "bezaubernd", "eine enorme Arbeit", rufen die Trödel-Spezialisten begeistert. Wolfgang Pauritsch (54) bringt es schließlich auf den Punkt: "Sie haben unsere Erwartungen übertroffen!"

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Der Österreicher bietet sofort 1600 Euro. Anschließend überschlagen sich die Gebote. Alle wollen das außergewöhnliche Objekt haben. Letztlich macht Anaisio Guedes (50) das Rennen: Der gebürtige Brasilianer zahlt sagenhafte 4700 Euro für "die schönste Brosche ever".

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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