Trotz überwältigender Expertise: "Bares für Rares"-Verkäufer fallen übel auf die Nase

Köln - Ist die Expertise erst einmal überstanden, kann bei "Bares für Rares" eigentlich nicht mehr viel schiefgehen. Anders läuft es jedoch für ein Verkäufer-Ehepaar, welches den Händlerraum enttäuscht verlässt.

Ein Ehepaar aus Ottersweier wollen ein besonderes Dreieckstuch bei "Bares für Rares" veräußern.
Ein Ehepaar aus Ottersweier wollen ein besonderes Dreieckstuch bei "Bares für Rares" veräußern.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Edith und Hermann Moser aus Ottersweier in Baden-Württemberg haben ein Dreieckstuch mit in die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks bei Köln gebracht, welches sie aus dem Nachlass eine Tante bekommen haben, die in den 1930er-Jahren Krankenschwester gewesen ist.

Experte Colmar Schulte-Goltz (51) nennt es "das berühmteste Dreieckstuch überhaupt", und auch Moderator Horst Lichter (62) findet die Zeichnungen auf dem Tuch "sehr schön".

Das Tuch sei in hoher Stückzahl gefertigt worden, die meisten seien jedoch schlecht erhalten. Dieses hier ist "das besterhaltene Tuch, das ich je gesehen habe", so der Experte.

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"Auch Museums-Exemplare sehen nicht besser aus!", gibt der 51-Jährige preis.

Das Tuch ist in hoher Stückzahl gefertigt worden.
Das Tuch ist in hoher Stückzahl gefertigt worden.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Expertise sorgt beim Verkäufer-Ehepaar für Erstaunen

Händler Julian Schmitz-Avila (37) zahlt am Ende 300 Euro für das Erste-Hilfe-Tuch für Soldaten.
Händler Julian Schmitz-Avila (37) zahlt am Ende 300 Euro für das Erste-Hilfe-Tuch für Soldaten.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Der frühere TV-Koch möchte von dem Ehepaar aus Ottersweier wissen, was sie für die Rarität haben wollen - "50 Euro", erklärt der Verkäufer und sorgt damit beim Kunsthistoriker und Galeristen für Entsetzen - denn dieser schätzt das Tuch weitaus höher ein: 500 bis 550 Euro, so seine Expertise.

Im Händlerraum kommt das Objekt jedoch nicht so gut an, wie zuvor. "Das liegt bei mir im Laden für 60 Euro!", zieht Walter "Waldi" Lehnertz (57) über das Stück her.

Händlerin Susanne Steiger (41) fällt immerhin der sehr gute Zustand von 1921 auf. Julian Schmitz-Avila (37) erzählt hingegen von seiner Nachbarin, die als Sanitäterin arbeite, und dass er deshalb "mal 40 Euro biete". Danach geht es in Zehn-Euro-Schritten nur zäh voran.

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Letztlich enden die Gebote zunächst bei den berühmten 80 Euro von "Waldi". Doch das ist dem Verkäufer-Ehepaar nun begreiflicherweise zu wenig. "Ein bisschen mehr sollte es schon sein, vor allem nach der Expertise", klärt Edith Moser auf.

Das letzte Gebot kommt von Schmitz-Avila in Höhe von 300 Euro. "Und das mache ich nur, weil ich dem Experten Glauben schenken mag!"

Die Verkäufer aus Ottersweier gehen den Deal zähneknirschend ein. Zwar liegt das Gebot 250 Euro unter der Expertise, aber auch 250 Euro über dem Wunschpreis.

"Bares für Rares" läuft immer montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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