Köln - Silberware landet bei "Bares für Rares" regelmäßig auf dem Verkaufstisch. Doch in diesem Fall muss auch die ZDF-Expertin gestehen: "Das ist was ganz Besonderes!"
Christine hat zwei Kerzenständer mit in die Sendung gebracht. Sie stammen aus der Familie des Mannes ihrer kürzlich verstorbenen Freundin, wie die Hamburgerin im Gespräch mit Moderator Horst Lichter (64) offenbart.
Weiter erklärt sie: "Der Mann hatte Vorfahren, davon war einer ein wichtiger Pfarrer aus Prenzlau, und der hat diese Dinge von seiner Gemeinde geschenkt bekommen." Laut Wendela Horz handelt es sich dabei um sogenannte Meissonnier-Leuchter.
Am Umriss der Leuchterfüße erkennt die 56-jährige Goldschmiedin eine Asymmetrie. Diese sei typisch für die Zeit des Rokoko. "Da ist nichts in irgendeiner Form symmetrisch." In der gesamten Gestaltung sei "alles ist in Bewegung".
Die Punzen verraten Horz das beeindruckend hohe Alter: "Wir bewegen uns in der Zeit der 1770er-Jahre." Beide Halter seien von einem Schmied namens Meyer gefertigt worden - und zwar "ganz von Hand". Die Legierung besteht aus 750er-Silber.
Christine wünscht sich 1000 Euro für das Silber-Duo. Bei der Sachverständigen löst das nur ein müdes Lächeln aus. "Allein der Silberankaufswert liegt bei 1200 Euro", klärt Horz auf. Sie schätzt den Wert mal eben auf das Doppelte - 2000 Euro für beide. Wow!
"Bares für Rares"-Händler baff: "Solche Leuchter hier noch nie gesehen"
Im Händlerraum schwappt der Verkäuferin sofort eine Welle der Begeisterung entgegen. "Sie haben uns ein ausgesprochen schönes Leuchter-Paar mitgebracht", lobt Friedrich Häusser (73). Und Wolfgang Pauritsch (54) schwärmt: "Wir waren von Anfang an alle begeistert!"
Entsprechend rasant steigt auch der Preis. Im Duell mit Julian Schmitz-Avila (39) macht der Österreicher schließlich einen Vorschlag: "Möchtest nicht du einen haben und einen ich?" Sein Konkurrent winkt ab. Als Paar seien die Leuchter "schon schöner".
Bei 1500 Euro steigt auch Häusser in die Auktion mit ein. Abschütteln lässt sich der 73-Jährige anschließend nicht mehr. Mit einem Höchstgebot von 2600 Euro vertreibt er am Ende auch noch den letzten Konkurrenten und erhält den Zuschlag.
"Ich freue mich ganz, ganz dolle!", jubelt Häusser, während er die Scheine auf den Tisch blättert. Es seien die "besten Kerzenleuchter, die wir bislang hier gesehen haben", meint Pauritsch. Der neue Besitzer stimmt zu: "Ich habe solche Leuchter hier noch nie gesehen."
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.