Köln - Jahrelang liegt ein ungetragenes Schmuck-Set in der heimischen Schublade. Als die Besitzer in der ZDF-Sendung "Bares für Rares" den tatsächlichen Wert erfahren, sind sie fassungslos.
Ilona und Bernd Kogranski aus Johannisberg (Hessen) haben ein Collier und ein Armband aus 900er-Gold mit in das Pulheimer Walzwerk bei Köln gebracht. Wie der Verkäufer im Gespräch mit Horst Lichter (63) gesteht, habe der Schmuck "jahrzehntelang kaum Beachtung gefunden".
Der Hesse hatte die beiden funkelnden Accessoires irgendwann in den 1960er-Jahren in der iranischen Hauptstadt Teheran gekauft - als Geschenk für seine Schwester. "Er ist zu schade für die Schatulle", sagt Kogranski über den Schmuck. Jetzt soll er weg.
Lichter fühlt sich beim Anblick der güldenen Mitbringsel sofort in die Geschichten aus "Tausendundeine Nacht" versetzt.
Sein Experte Patrick Lessmann schaut sich die Objekte derweil ganz genau an und kann die vorgebrachte Herkunftsgeschichte bestätigen.
Hergestellt worden seien Collier und Armband mit der alten Filigranarbeit-Technik. Zudem wurden Quarzschmucksteine eingesetzt, die in Fachkreisen auch als Falkenaugen bezeichnet werden. Stellt sich nur noch die Frage nach dem Wunschpreis.
Das Ehepaar Kogranski wünscht sich 1500 Euro für den vernachlässigten Schubladen-Schmuck. Als Lessmann kurz darauf den wahren Wert schätzt, trifft Ilona und Bernd beinahe der Schlag - aber im positiven Sinne.
Turbo-Auktion bei "Bares für Rares": Händler erkennen Wert sofort
Wie der Goldschmiedemeister mit einem breiten Lächeln verrät, liegt allein der Goldpreis für beide Stücke zusammen bereits bei 3900 Euro. Die Verkäufer schlagen sich daraufhin völlig fassungslos die Hände vors Gesicht.
Tränen vor Glück schießen ihnen in die Augen. So einen Wert haben sie im Leben nicht erwartet. Doch es kommt noch besser: Unter Berücksichtigung aller Aspekte ermittelt Lessmann einen Schätzpreis von 4100 bis 4200 Euro. Wahnsinn!
Im Händlerraum wird der enorme Wert der Schmuckstücke sofort erkannt. Entsprechend rasant verläuft auch die Auktion: Julian Schmitz-Avila (39) bietet sofort 4000 Euro, seine Kollegin Susanne Steiger (41) kontert mit 4100 Euro und erhält dafür auch den Zuschlag.
Die Studio-Gäste aus Hessen sind völlig überwältigt. "Es ist alles bestens gelaufen", merkt Bernd Kogranski zum Abschied noch sichtlich mitgenommen an. Seine Ehefrau fügt ergänzend hinzu: "Und überraschend - so viel Geld!"
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.