Seniorin erlebt herbe Klatsche bei "Bares für Rares": Händler brechen ihren Auftritt ab

Köln - Eine Seniorin hofft bei "Bares für Rares" auf einen vierstelligen Erlös. In diesem Fall klaffen Anspruch und Wirklichkeit jedoch weit auseinander. Am Ende schicken die Händler sie einfach wieder heim.

Brigitte (M.) hat einen alten Christbaumständer mit zu "Bares für Rares" gebracht.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Brigitte hat einen alten Spieluhr-Christbaumständer mit in das Pulheimer Walzwerk bei Köln gebracht. In ihren Augen ein ganz besonderer: "Das ist das beste Stück, das wir hatten", stellt die Wuppertalerin im Gespräch mit Moderator Horst Lichter (64) klar.

ZDF-Experte Detlef Kümmel kann diese exklusive Meinung nicht teilen. Zwar zeigt sich der 58-Jährige von dem hohen Alter des Objekts beeindruckt - es hat bereits über 100 Jahre auf dem Buckel - der Zustand sei dafür aber "nicht mehr der allerbeste".

Vor allem die in den Tannenbaumhalter integrierte Spieluhr bereitet dem Sachverständigen arge Kopfschmerzen. Diese müsste technisch dringend einmal überarbeitet werden, denn die Mängel-Liste ist durchaus lang.

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"Es ist sehr verdreckt, es ist verhakt und es sitzt auch relativ locker", fasst Kümmel den dürftigen Zustand zusammen und ergänzt: "Manchmal hakt es, manchmal fällt es runter." Eine Revision sei deshalb unumgänglich. Doch es gibt auch Positives zu berichten …

Die Figuren von Maria, Josef und dem Jesuskind sind noch erstaunlich gut erhalten. Der Wunschpreis von Verkäuferin Brigitte: 800 bis 1000 Euro. Der Experte muss auf die Bremse treten. Er hält maximal 600 bis 800 Euro für realistisch.

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In dem Objekt integriert befindet sich eine Spieluhr, die sich allerdings in einem desolaten Zustand befindet und dringen überholt werden muss.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares"-Händler halten Wunsch- und Schätzpreis für überzogen

Mehr als 150 Euro sind die Händler nicht bereit für die mit Erinnerungen gespickte Rarität zu bezahlen. Sie schicken Brigitte und ihre Tochter wieder nach Hause.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Auch mit dieser Summe würde sich die sympathische Trödelshow-Kandidatin zufriedengeben. Von Horst Lichter gibt es dafür die begehrte Händlerkarte. Tatsächlich entwickelt sich der Besuch im Verhandlungsraum für Brigitte jedoch zum totalen Fiasko.

Mehr als 150 Euro möchte keiner der anwesenden Protagonisten bezahlen. Die Seniorin versucht die Auktion noch einmal anzukurbeln, indem sie ihren Wunschpreis von 800 Euro offenlegt. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Walter "Waldi" Lehnertz (59) und Co halten die Forderung der Wuppertalerin für "völlig utopisch" und schicken sie samt ihrem Weihnachtsutensil und ihrer Begleitung ohne weiteres Gebot direkt wieder nach Hause.

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Enttäuscht wirkt Brigitte nicht. "War schön bei Ihnen!", ruft sie zum Abschied. Händler Julian Schmitz-Avila (39) kann den hohen Wunschpreis durchaus nachvollziehen, schließlich hängen an dem Stück "viele Familienfeste dran". Doch dies sei "mit Geld nicht zu bezahlen".

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

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