Bei Vierbeiner Cosmo dachte man sogar an Einschläferung: "Tierisch tierisch" im Tierheim Nordhausen

Nordhausen - Das MDR-Tiermagazin "Tierisch tierisch" war zu Besuch im Tierheim Nordhausen (Thüringen). In der neuen Folge geht es unter anderem um einen Hund, der aufgrund falscher Erziehung Probleme bereitete und Menschen Angst einjagte, sowie um eine Katze, die sich nicht mehr um ihren Nachwuchs kümmern konnte.

Nach Angaben des Tierheims bekamen die Besitzer von Cosmo Angst.
Nach Angaben des Tierheims bekamen die Besitzer von Cosmo Angst.  © Screenshot/Facebook/Tierheim Nordhausen e.V./Montage

Cosmo blickt direkt in die Kamera. Wie zwei Magnete ziehen einen die hellen, blauen Augen des Australian-Shepherd-Mischlings an. "Er hat ja so Augen, da kann man einfach nicht widerstehen - so Husky-Augen!", meint auch Moderatorin Uta Bresan (57).

Und auch sonst erweckt Cosmo den Eindruck eines lieben, lebensfrohen Hundes. Er tobt umher, scheint gern zu spielen und genießt die Bürsten-Einheit bei Tierheimleiterin Jennifer Schenk in vollen Zügen. Da fragt man sich schon, warum der einjährige Vierbeiner, der im Februar dieses Jahres im Tierheim abgeben wurde, immer noch kein neues Zuhause gefunden hat.

"Cosmo ist zwar gut dressiert, aber nicht wirklich gut erzogen worden, und er hat ganz schnell gelernt, wie man sich Menschen vom Leib hält, die mal wieder irgendetwas vom ihm wollen", heißt es auf der Facebook-Seite des Tierheims. Den Angaben zufolge habe er schon "so einige Löcher" in den Armen seiner Besitzer zu verantworten. Bevor er ins Tierheim kam, stand sogar die Einschläferung im Raum.

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Doch das Tierheim kenne seine Baustellen, die "auf menschliches Versagen" zurückzuführen sind, ganz gut und könne damit umgehen, heißt es auf der Facebook-Seite. Cosmo mit den tollen blauen Augen sollte ein Zuhause bekommen, in dem keine kleinen Kinder leben. Und Tierheimleiterin Jennifer Schenk betont: "Er braucht wirklich eine konsequente Erziehung!"

Buddy wurde in einem kleinen Raum gehalten

Buddy landete in einem schlechten Zustand im Tierheim Nordhausen. Der American-Staffordshire-Mischling wurde zuvor von einer Tierschützerin freigekauft.
Buddy landete in einem schlechten Zustand im Tierheim Nordhausen. Der American-Staffordshire-Mischling wurde zuvor von einer Tierschützerin freigekauft.  © Screenshot/Facebook/Tierheim Nordhausen e.V./Montage

Besonders traurig ist die Geschichte von Buddy. Der American-Staffordshire-Mischling lebte in einem kleinen Raum und hatte laut "Tierisch tierisch"-Angaben kaum Bewegung, ehe er von einer Tierschützerin freigekauft wurde. Im März 2021 übernahm ihn das Tierheim in einem schlechten Zustand.

Dabei wurde festgestellt, dass Buddy Probleme mit der Schilddrüse hat. Er braucht Medikamente und spezielles Futter. Der Rüde, der im Oktober acht Jahre alt wird, sucht "ein ruhiges Zuhause ohne andere Tiere und ohne Kinder", heißt es auf der Homepage des Tierheims.

Ein großer Kerl ist Bruno. Die deutsche Dogge weist eine Schulterhöhe von circa 80 Zentimetern auf. Allerdings ist sich Bruno seiner Größe oft nicht bewusst, er habe ein sensibles und sanftes Wesen mit einem "typischen Doggen-Dickkopf", heißt es nach Angaben des Tier-Magazins. Der fünfjährige Rüde lebte zuvor auf einem ungesicherten Grundstück und wurde den Angaben zufolge vom Veterinäramt dem Tierheim übergeben, da die amtlichen Haltungsbedingungen nicht erfüllt wurden.

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Man müsse schon noch viel mit ihm arbeiten, meint Tierheimleiterin Jennifer Schenk. "Leinenführigkeit und so was - das ist nicht so seins. Da muss man halt wirklich dranbleiben", sagt sie, die sich für ihn am liebsten ein Haus mit Grundstück wünscht. Das diesmal jedoch "ordentlich, fest eingezäunt" sein sollte, betont sie.

Für zwei Hündinnen bahnt sich ein Happy End an

Die deutsche Dogge Bruno ist sich ihrer Größe oft nicht bewusst. Der fünfjährige Rüde ist nach Angaben des Tierheims kein Hund für Anfänger.
Die deutsche Dogge Bruno ist sich ihrer Größe oft nicht bewusst. Der fünfjährige Rüde ist nach Angaben des Tierheims kein Hund für Anfänger.  © Screenshot/Facebook/Tierheim Nordhausen e.V./Montage

Bei "Tierisch tierisch" werden aber auch andere Vierbeiner vermittelt. So wie Katzendame Emily. Die Europäisch Kurzhaar wurde Ende Mai gefunden. Sie war sehr schwach und konnte ihre Kätzchen nicht großziehen. Um die noch lebenden zwei zu retten, musste eine andere Katzenmutter helfen. Nach Angaben des Tier-Magazins ist Emily dennoch eine "sehr liebe, aufgeschlossene, anhängliche und verschmuste Katze".

Und wie gewohnt berichtete "Tierisch tierisch" in der neuen Folge auch über Erfolgsgeschichten, also vorgestellte Tiere, die erfolgreich vermittelt wurden beziehungsweise wo sich eine Vermittlung anbahnt.

In der letzten Folge besuchte das Team um Uta Bresan das Hundezentrum Niederreißen in Rudersdorf (Landkreis Sömmerda). Hier lebt das Geschwisterpaar Nora und Luna. Für eine der beiden Moskauer Wachhündinnen geht es wohl demnächst zu einem älteren Herren nach Bad Tabarz (Landkreis Gotha).

Auch für die siebenjährige Dobermann-Hündin Nora könnte es bald ein Happy End geben. Nach Angaben des Hundezentrums hat es einen "vielversprechenden" Anrufer aus Sachsen gegeben.

Alle vorgestellten Tiere der vorherigen Sendung aus dem Hundezentrum Niederreißen sowie der aktuellen Folge gibt es auf der MDR-Homepage zu sehen.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Tierheim Nordhausen e.V./Montage

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