Mehrfache Grenz-Überschreitungen: Joyn schmeißt Eike Immel beim "Großen Promi-Büßen" raus

München/Erzberg - Eigentlich sollte der ehemalige Nationaltorwart Eike Immel (65) in der Joyn-Show "Das große Promi-Büßen" Abbitte leisten und sich den Sünden seiner Vergangenheit stellen. Doch aus der großen Reue wurde nichts, denn nach nur zwei Drehtagen ist die Sendung für den früheren Bundesliga-Keeper auch schon wieder beendet.

Für Eike Immel (65) ist die Teilnahme bei "Das große Promi-Büßen" frühzeitig beendet.  © RTLZWEI, Good Times Fernsehproduktion

"Das Camp musste er bereits am zweiten Abend aufgrund mehrfacher Grenzüberschreitungen verlassen", erklärte Joyn-Pressesprecher Christoph Körfer auf TAG24-Nachfrage.

Den genauen Grund für den Ausschluss könnten die Zuschauer dann im Herbst bei der Ausstrahlung sehen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Wie die Bild berichtet, soll Immel jedoch aufgrund seiner Wortwahl negativ aufgefallen sein. Demnach heißt es aus Produktionskreisen, dass der Ex-Fußballer über seine Verwendung der Bezeichnung "Negerkuss" diskutiert und sich auch nach Ermahnungen vonseiten der Mitarbeiter geweigert habe, das Wort nicht mehr zu verwenden.

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Schlimmer noch: Zusätzlich soll der 65-Jährige die erste Strophe des Deutschlandliedes, die während der Zeit des Nationalsozialismus gesungen wurde, zitiert haben.

Gegenüber der Bild habe Immel allerdings betont, dass er "kein Rassist und weit weg von rechtem oder diskriminierendem Gedankengut" sei.

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Eike Immel entschuldigt sich für den Vorfall

Mit neun anderen Promis sollte Eike Immel (65) beim "Großen Promi-Büßen" in die Mangel genommen werden, doch sein Auftritt endete früher als gedacht.  © Nikola Milatovic/Joyn/obs

Er habe in der Vergangenheit im Stadion viele schlimme Auswüchse miterlebt und sich auch stets für Frauenfußball eingesetzt. Von der anderen Seite müsse aber auch Verständnis kommen. Er habe lediglich auf den Unsinn einer "Sprachpolizei" aufmerksam machen wollen, so der frühere Torwart demzufolge weiter.

Dennoch möchte sich Immel für das Geschehene entschuldigen, wie auch sein Anwalt Burkhard Benecken erklärte. Eine Anfrage von TAG24 an den Juristen blieb bislang unbeantwortet.

Dabei sollte es in der fünften Staffel des Formats, in dem sich die Kandidaten sowohl dem berüchtigten Beichtstuhl als auch Drag-Queen Olivie Jones (56) und ihrem Kreuzverhör stellen müssen, gar nicht um die Wortwahl des 19-fachen DFB-Keepers gehen.

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Mit seiner Verurteilung wegen Betrugs in 107 Fällen vor dem Amtsgericht in Marburg im vergangenen August hätte der gebürtige Hesse bereits genug zu büßen. Im Gefängnis sitzt er aktuell nur nicht, weil er und sein Anwalt gegen das Hafturteil von zwei Jahren und zwei Monaten Berufung eingelegt haben.

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