Hamburg - Sie lässt sich von ihrer Krankheit nicht stoppen: Influencerin Lara (bekannt als "Minimalara") war in der ARD-Talkshow "deep und deutlich" zu Gast, um über ihre Borderline-Persönlichkeitsstörung zu sprechen.
Wirft man einen Blick auf den Instagram-Kanal der Influencerin (rund 423.000 Follower), merkt man schnell, dass die junge Frau kein Blatt vor den Mund nimmt und ehrliche Einblicke in ihren Alltag mit der Erkrankung gibt. Exakt dasselbe tat sie nun im Gespräch mit Moderatorin Aminata Belli (34).
So erzählt Lara vom täglichen Struggle, Gefühle oft entweder gar nicht oder viel zu stark wahrzunehmen, sowie von ihren Wutausbrüchen - oft ausgelöst durch Situationen, in denen sie sich nicht gesehen oder nicht ernst genommen fühlt.
Apropos: Die Influencerin berichtet auch davon, dass ihre Eltern ihr die diagnostizierte Erkrankung zunächst nicht geglaubt hätten! "Nachdem ich das erfahren hab’, hab’ ich denen das gesagt, und die haben gesagt: 'Nee, du hast das nicht.' Danach hab’ ich den Kontakt abgebrochen", unterstreicht sie.
Dadurch habe sie schon im jungen Alter lernen müssen, selbstständig zu sein - und auf das, was andere sagen, zu pfeifen. "Wie hast du das mental überhaupt wegstecken können?", fragt Co-Moderatorin Lola Weippert (30). "Wie man sieht, gar nicht", antwortet Lara.
Der "deep und deutlich"-Talk mit Influencerin Lara auf YouTube
Lara und ihre Eltern näherten sich nach Kontaktabbruch wieder an
Glücklicherweise sei das Verhältnis zu ihren Eltern mittlerweile aber wieder besser geworden. "Mittlerweile haben sie sich für sehr, sehr, sehr viele Dinge entschuldigt. Wir haben über sehr viel geredet. Sie haben sich auch eingestanden, dass das halt so nicht geht", erzählt Lara.
Auch sie selbst könne "die andere Seite" inzwischen in gewisser Weise verstehen. "Ich glaube, man fühlt sich einfach erst mal vor den Kopf gestoßen, wenn ein Kind sagt: 'Okay, ich hab’ Borderline.' Weil das ja ganz oft zum Beispiel auch an der Kindheit liegt. Und natürlich ist es schwer, sich einzugestehen, dass da Dinge falsch gelaufen sind, dass man vielleicht selber auch einen Anteil daran hat."
Umso dankbarer sei sie dafür, dass ihre Eltern an sich gearbeitet und die Dinge reflektiert hätten. "Mittlerweile sind wir da auch auf einem sehr guten Weg, das aufzuarbeiten und hoffentlich auch mit Familientherapie bald", so Lara hoffnungsvoll.