Dresdnerin (22) bekommt "PLÖTZLICH Tourette"

Von Björn Strauss

Dresden - "Zick, Hick, Tick..." Für eine 22-jährige Studentin aus Dresden ist seit Kurzem nichts mehr wie gewohnt. Plötzlich bekam sie die Diagnose Tourette.

Julia (22) aus Dresden erhielt mitten in der Pandemie eine schlimme Diagnose - "Plötzlich Tourette". Eine bewegende Doku begleitet die Dresdnerin einen Tag lang.
Julia (22) aus Dresden erhielt mitten in der Pandemie eine schlimme Diagnose - "Plötzlich Tourette". Eine bewegende Doku begleitet die Dresdnerin einen Tag lang.  © ARD/YouTube/funk

Über diesen Schicksalsschlag erzählt eine berührende Doku "Plötzlich Tourette" von "funk" - dem Jugendkanal von ARD und ZDF.

Julia ist eine junge Frau, studiert an der TU Dresden, und auf den ersten Blick ist alles "normal" - bis sie wieder und wieder einen manchmal unpassenden Laut ruft, mit den Fingern schnippt, den Arm hochreckt, seltsame Sätze sagt...

Es war einschneidend, als sie mitten in der Corona-Pandemie die Worte der Ärzte hörte: Tourette!

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"Das trifft doch nur die anderen", sagt sie gegenüber der Reporterin Carolin von der Groeben (26). Die Tochter der RTL-Nachrichtensprecherin Ulrike von der Groeben (64) unternimmt eine "funk"-Reise, um uns diese schwere Krankheit zu erklären.

Wie Julia den Alltag mit Tourette meistert

Reporterin Carolin von der Groeben (26) - die Tochter der RTL-Nachrichtensprecherin Ulrike von der Groeben (64) sprach mit der Tourette-kranken Julia.
Reporterin Carolin von der Groeben (26) - die Tochter der RTL-Nachrichtensprecherin Ulrike von der Groeben (64) sprach mit der Tourette-kranken Julia.  © funk/y-kollektiv/instagram

Die Doku vom "Y-Kollektiv" geht der Krankheit auf den Grund, hakt nach, wie das Leben mit den Tics ist, wie es sich anfühlt, wie man damit lebt.

Julia führte ein ganz normales Leben, bis sie plötzlich die Diagnose erhielt. Ja, kleinere Anzeichen, "dass etwas nicht stimmt, hatte ich bereits mit 16 Jahren", sagt sie. Aber sie meinte damals, sie reagiere "auf Kälte" - bis auch bei Wärme diese seltsamen Gefühle aufkamen, die so schwer zu beschreiben sind.

Was ist das Tourette-Syndrom - auch Ticstörung genannt?

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Als Tourette-Syndrom bezeichnet man eine Erkrankung, die durch das Auftreten einer Kombination von vokalen Lauten oder Äußerungen und unterschiedlichen motorischen Bewegungen charakterisiert ist, sogenannten Tics. Für eine abschließende Diagnose müssen diese Symptome mindestens ein Jahr lang auftreten.

Julia nennt "ihr" Tourette "Gerald". Und "Gerald" ist überall dabei. Sie redet, bis sie erneut von "Gerald" unterbrochen wird, ruhig, auch mal lustig darüber. Das macht sie auch auf ihrem YouTube-Kanal "juliticlia".

Wichtig aber ist ihr, dass es nicht "eine Witz-Krankheit" ist, sondern dass man diese Krankheit ernst nimmt. Sie möchte ernsthaft erklären, dass es "nicht leicht ist" mit "ihrem Gerald"!

Im Gegensatz zu den beiden Tourette-Jungs von "Gewitter im Kopf" (TAG24 berichtete), die meist viel ulken, wenn sie über ihre Tics reden.

Aber wie geht Julia mit der Diagnose um? Wie verändert sich das Leben? Reporterin Carolin von der Groeben hat Julia einen Tag lang in Dresden begleitet. Mit der Journalistin wagt Julia erste Schritte aus dem Lockdown zurück in die Normalität - geht sogar in ein Restaurant!

Zu sehen gibt's die Doku bei "funk", in der ARD-Mediathek und auf YouTube.

Titelfoto: ARD/YouTube/funk

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