In diesem historischen Haus spielt der neue "Erzgebirgskrimi"

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Hohenstein-Ernstthal - Eine Woche lang blieb das Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal (Landkreis Zwickau) für Besucher geschlossen. Der Grund: Im Geburtshaus des berühmten Wildwest-Autors wurde eine neue Folge des Erzgebirgskrimis gedreht.

Kai Scheve (60), Mathilda Switala (26) und Teresa Weißbach (45, v.l.) drehten eine Woche lang in Hohenstein-Ernstthal.
Kai Scheve (60), Mathilda Switala (26) und Teresa Weißbach (45, v.l.) drehten eine Woche lang in Hohenstein-Ernstthal.  © Kristin Schmidt

Für Mathilda Switala (26) ist es der erste Einsatz als Ermittlerin in der Krimireihe. Ihre Figur Janne Böhm wird von Berlin nach Chemnitz versetzt. "Da ist ein Widerwillen, der in Neugier umschwingt", verrät sie.

Die Dreharbeiten führten sie erstmals ins Erzgebirge. "Ich habe hier vor allem Komparsen getroffen. Sie waren alle extrem freundlich und zugewandt." Die Region wolle sie nun näher kennenlernen.

Die Krimi-Folge trägt derzeit den Arbeitstitel "Ich bin Old Shatterhand". Darin stellen sich Kommissar Robert Winkler (Kai Scheve, 60) und seine neue Kollegin die Frage, ob Fans des Autors zu einem Mord fähig sind, um an ein vermisstes Manuskript des Meisters zu kommen.

Let's Dance: Joel Mattli spricht Klartext: Von dieser Sache ist er im "Let's Dance"-Finale bitter enttäuscht
Let's Dance Joel Mattli spricht Klartext: Von dieser Sache ist er im "Let's Dance"-Finale bitter enttäuscht

Switala verbindet mit Karl May nur wenige Kindheitserinnerungen. Anders ihr Filmkollege: Scheve ist die Musik der Winnetou-Filme im Gedächtnis geblieben.

"Der Soundtrack ist toll komponiert. Doch die Filme liefen auf dem Sender, der in Leipzig schwer zu bekommen war."

Filmdreh war für Museumsleiter eine Premiere

Museumsleiter Marian Bertz (38) zeigt das Gästebuch, in dem sich nach Gojko Mitić (85) und Pierre Brice (1929-2015) nun auch die Erzgebirgskrimi-Stars verewigt haben.
Museumsleiter Marian Bertz (38) zeigt das Gästebuch, in dem sich nach Gojko Mitić (85) und Pierre Brice (1929-2015) nun auch die Erzgebirgskrimi-Stars verewigt haben.  © Kristin Schmidt

Zuschauer dürfen sich dabei auf viele Aufnahmen aus dem Karl-May-Haus freuen. Für Museumsleiter Marian Bertz (38) war der Dreh eine Premiere: "Es war spannend zu sehen, wie viel Technik aufgebaut wird und wie oft einzelne Szenen wiederholt werden müssen."

Bleibt die Frage: Gibt es wirklich ein verschollenes Manuskript? "Das wüsste ich auch gerne", lacht er. Nach mehr als 100 Jahren intensiver Karl-May-Forschung wäre ein solcher Fund eine Sensation.

Die erste Veröffentlichung des Autors stammt aus dem Jahr 1874, so Bertz. "Alles davor ist Legende."

Titelfoto: Kristin Schmidt

Mehr zum Thema Erzgebirgskrimi: